Cornelia Glenz

Freie Kreativ-Direktorin und segelnde Food-Bloggerin

Hamburg lässt mich nicht mehr los. Mit kurzen Unterbrechungen seit über 20 Jahren schon. Hamburg empfängt einen nicht mit offenen Armen. Die zurückhaltende, zuweilen auch derbe Art hat mich anfangs oft irritiert. Heute weiß ich, dass das ein Ausdruck von Toleranz und Weltoffenheit ist. Hamburg ist lässig. Jeder kann hier machen, was er will. Und jeder macht auch was. Dabei gibt es nicht das Hamburg. Elbe oder Alster, Karo- und Schanzenviertel oder Eppendorf und Winterhude, Hafencity oder Hammerbrook – GUTES und Neues gibt es überall zu entdecken. Und für mich nicht ganz unwichtig: Keine andere Stadt fühlt sich maritimer an. Hafen, Wind, Möwen, Fisch und der Elbstrand. Meerweh kommt in Hamburg erst gar nicht auf.

Meine Empfehlungen für Hamburg:

› Clown Sails, Segelmacherei – Hier lasse ich meine Segel reparieren und demnächst machen. Schneller, freundlicher Service.
› Eisliebe – Eine Millionen Kinder täglich können nicht irren. Für dieses Eis steht man einmal um den Block. Liegt vielleicht auch an den hübschen Eisverkäuferinnen.
› FrischeParadies – Muss man noch das FrischeParadies empfehlen? Ich finde schon. Immer noch meine erste Adresse für frischen Fisch. Frühaufsteher haben den Laden noch für sich. Danach großes Schaulaufen und Autoshow.
› Hamburger Tauwerk Fabrik – Die Prioritäten verschieben sich. Statt teurer Schuhe am Neuen Wall Seglerbedarf am Rödingsmarkt. Hier gibt es Leinen, Schäkel, Seile, Blöcke und alles, was Seglerherzen höher schlagen lässt. Dazu netter prompter Service und kompetente Beratung.
› Jellyfish Restaurant – Nachhaltiger Fisch und bestes Seafood aus Wildfang, kreativ zubereitet. Rustikales „Shabby Chic“-Ambiente und eine grandiose Sommelière.
› Käseecke, Eppendorfer Weg 221 – Gutes in der Nachbarschaft. Dieser winzige Laden ist wie eine seltene Perle und Zeitreise. Perfekt gereifte Käse, gute Beratung, alles wie früher.
› Keramikwerkstatt Henning Schuldt – Hier ist alles Handarbeit. Fliesen, Kacheln, Schalen und Geschenke – alles mit Hamburgbezug. Und der einzige rund-um-die-Uhr Fliesenautomat weit und breit.
› Koch-Kontor – Ein schönes Konzept: Café, Kochschule, Mittagstisch, Veranstaltungen und über 3000 Kochbücher. Was will ich mehr?
› LUV Interior Design – In dem freistehenden Gebäude werden Interior Design Trends geboren. Wunderschöner, mehrgeschossiger Showroom. Für Geschäftskunden, Privatleute oder einfach nur zum Schauen.
› Weinhaus Gröhl, die Dependance im Eppendorferweg 170 – Bekannte Marken und Geheimtipps, gute Beratung und ein gut gefüllter Kühlschrank als 1. Hilfe. Ab und zu Veranstaltungen.
› Stories Buchhandlung – Wie es scheint, kennt Stories seine Zielgruppe genau. Hier könnte ich jedes Buch mitnehmen. Die Auswahl wirkt immer wie persönlich für mich gemacht. Sehr inspirierend.
› Strandperle – Der Klassiker. War vor über 20 Jahren meine erste Anlaufstelle in Hamburg. Falls es einen Abschied gibt, wird es meine letzte sein. Stillt sommers wie winters akutes Fernweh.
› XeÔm-Eatery – Die Adresse bei akuter Sehnsucht nach einer authentischen „Pho“, nach Vietnam und etwas Berliner Flair. Nudelsuppen auf Hockern im hippen Karoviertel.