Katharina Arning

Kommunikation

2002 zum Studieren hergezogen, sitze ich jetzt noch immer hier rum. Bin immer wieder gern von hier weggegangen und -geblieben, aber auch gern wieder zurückgekommen.

Über Freiburg weiß ich fast nur GUTes zu sagen, was ganz dem Klischee des prototypischen Einwohners der „Schwarzwaldmetropole“ entspricht: der lebt zufrieden und selbstgefällig auf einer Insel des Wohlseins. Doch wer fühlte sich in dieser kleinen Großstadt, die die Nähe zu Frankreich ebenso wie zur Schweiz, die Berge ebenso wie die Ebene, Natur ebenso wie Kultur im Übermaß zu bieten hat, nicht recht am Platz!?!

Natürlich hat alles zwei Seiten. Das Schöne an Freiburg – eben „das Schöne“, Beschauliche, Idyllische – ist zugleich seine downside. Yesses, ist das hier träge und ordentlich! Wenn einer sein Haus bunt anmalt, fangen die Leute an, sich aufzuregen ... Da lob ich mir mein Berlin mit seinem Duft von Anarchie in der Luft.

Nun weiß ich nicht, ob ich hoffen soll, daß ich hier nicht „hängenbleibe“ – oder daß ich eben das tue.

Meine Empfehlungen für Freiburg und drum herum:

› Medirata. Agentur für Kommunikationweil die GUTE Sachen machen, ein tolles Team sind und nebenbei noch an der Finanzierung meines Lebensunterhalts teilhaben
› Alter Wiehrebahnhof – Kommunales Kino, Literatur, Kunst, Boule, Tango am Abend (in den sommerlichen Monaten immer dienstags mit Fackel unter den Kastanien), Flohmarkt, Tischtennis, Bauernmarkt, Café
› Ban Aomphai Thaimassage in der Kartäuserstraße – die machen es besser als andere
› Bar im Colombi Hotel – gediegen, verhältnismäßig günstig, im Winter am offenen Kamin und – ein großer Pluspunkt – man kann da rauchen
› Dreisamtalradweg – kein Geheimtipp, aber wunderschön – vor allem ab Oberried, von wo man bis Freiburg runterrollt
› Fasnet in Freiburg und Umland – ob man Fasching mag oder nicht: die Alemannische Fasnet muß man gesehen haben
› Hirzberg und angrenzende Berge – eine Stelle schöner als die andere mit wunderbarem Blick aufs Land. Das Freiburg-Phänomen: obwohl eine top-Location, kann man hier für sich sein, weil es noch so viele andere tolle Orte gibt
› Insel mit Pavillon im Waldsee – wohl die einzige Insel in Freiburg, mit Sonnen-Bade-Stelle
› Japanischer Garten am Seepark – ein Hauch von Fernost
› Jüdischer Friedhof im Mooswald – Momente der Ruhe über Gebeinen
› Konrad-Guenther-Park im Stadtteil Waldsee – eine Oase der Ruhe (fast) mitten in der Stadt; vgl. zu diesem Phänomen auch Hirzberg
› Kunstverein – einer der ältesten in Deutschland, der auch wegen der tollen Räumlichkeit im ehemaligen Marienbad regelmäßige Besuche wert ist
› Lichtspiele Harmonie, Kandelhof, Friedrichsbau – schon mehr als einmal zum besten Kino(verbund) Europas gewählt
› Litfaß – eine Institution. Klein, immer voll, man kriegt komischerweise immer einen Platz – und: man kann rauchen
› Mammutbäume in der Wiehre – ein Stück Yellowstone National Park in Freiburg
› Move to Groove mittwochs im Waldsee – das Paradies der schrägen Vögel zwischen 15 und 75
› Renaturierte Dreisam – das haben sie gut hinbekommen
› Replikata – wunderschöne, auf alt gemachte Fliesen, Türschilder, Klingeln und und und
› Säulenhalle im E-Werk – ein toller Ort, und manchmal ist auch die ausgestellte Kunst ganz gut
› SC Freiburg – eh klar
› Schönberg – hat eine ‚berührende Energie’ (Freiburger Eso-Sprech)
› Trimm-Dich-Pfad-Waldweg im Sternwald – einfach weil die verschlungenen Pfade sommers wie winters so schön sind

Feldberg
› Premiumweg Feldbergsteig – lohnt sich

Ihringen
› Liliental – auf diesem fortwissenschaftlichen Versuchsgelände der Uni Freiburg sind Pflanzen aus aller Welt versammelt plus diverse Wanderwege verschiedener Länge

Staufen
› Puppen- und Puppenstubenmuseum – mal was anderes

Zunzingen
› Weinetikettenmuseum – auch mal was anderes