Nane Mundt

Werberin

Geboren in Hannover, lebte ich ab 1966 vier Jahre in München zum Soziologie-Studium und kam 1970 nach Hamburg. Ich floh aus München über Nacht mit meinen 74 Haxn- und Bier-Kilo vor einem Mann, der mich heiraten wollte, verriet meine 68er-Bewegung und ging als Volontärin zur Bild-Zeitung. Dort musste ich so viel arbeiten, dass ich weder Zeit zum Essen hatte, noch die Schönheiten Hamburgs genießen konnte, wurde aber schlank und glücklich, endlich in dieser ästhetischen, weißen, feinen, delikaten, gepflegten und erhabenen Quiet Quality-Stadt zu sein und dann auch noch mein geliebtes Sylt quasi vor der Nase zu haben. Als ich 1974 in die Werbung ging, musste ich in meinen Jahren als Creative Director in vielen fernen Ländern arbeiten. Und je mehr ich von der Welt sah, desto mehr lernte ich unser Land und unsere Stadt schätzen. Ja, es stimmt, Hamburg meine Perle – aber dann bitte und am liebsten eine besonders schöne Keshi-Perle von meiner Freundin Colleen Rosenblat.

Meine Empfehlungen für Hamburg:

› Colleen Rosenblat – „Tini“, wie sie genannt wird, macht den schönsten Schmuck der Welt. Und wunderschön ist auch ihre Philosophie: „Es ist schon so. Nicht wir suchen den Schmuck aus, sondern der Schmuck uns. Gefallen wir dem Stein, so spricht er uns an und erwählt uns zu seiner Begleiterin. Nicht wir tragen ihn dann, sondern er schmückt sich mit uns. So muss man das sehen.“ In der Remise von Tini am Mittelweg ist man umgeben von Schönheit, von Steinen in Farben, die man so noch nie sah, von Ringen, Ketten, Ohrringen, Armbändern – alles Unikate mit ganz besonderem Charakter, die für ein Leben gemacht sind. Denn sie haben etwas, nach dem wir uns alle sehnen: Unvergängliche Schönheit – ja es ist schon so ...

› Henriks – Claas-Henrik Anklam hat es geschafft, uns mit einem perfekten Restaurant zu bereichern. Es ist mein liebstes Restaurant geworden, weil man dort jeden Tag ab 12 Uhr essen kann, weil das Essen hervorragend ist und täglich ein Mittagstisch zu demokratischen Preisen geboten wird, weil der Service liebevoll, aufmerksam und professionell zugleich ist, weil es im Sommer eine herrliche Terrasse gibt, weil man von dort einen wunderschönen Blick auf die Moorweide hat, weil die Süßkartoffel-Pommes mit Trüffelmayo die besten der Stadt sind, weil, weil, weil ...

› Johannes Pommerien und Kornelia Ritterpusch – vom Henriks und den Trüffelpommes ist der Weg nicht weit und sinnvoll zu Johannes Pommerien in die Rothenbaumchaussee und zu Cornelia Ritterpusch in den Grindelberg. Johannes ist mein sehr sympathischer und professioneller EMS-Trainer, bei dem ich einmal pro Woche in feuchte Westen und Manschetten gezwängt und unter Strom gesetzt werde, um dann mit Gewichten, Kniebeugen, Liegestützen und anderen Übungen meinen Körper zu stählen. Das ist ein sehr effizientes Training, und das Beste ist, dass es nur ca. eine halbe Stunde dauert. Im Pilates-Studio von Kornelia Ritterpusch trainiere ich häufiger und länger mit unterschiedlichen Trainerinnen und in Gesellschaft von sehr fröhlichen und interessanten Frauen. Pilates bedeutet dort nicht nur dehnen und stretchen, sondern auch, den Körper mit Gewichten, Bändern und anderen Gerätschaften zu formen, beweglich und muskulös zu machen.

› Petra Teufel – nach sportlichen Leggins und T-Shirts sehnt sich mein Körper nach relevanten Alternativen. Und die finde ich am besten bei Petra Teufel in Eppendorf oder in der City. Dort sind die Marken, die ich bevorzuge, wie Balenciaga, Alexander Wang, Givenchy, die verrückten Hosen von Moschino Couture und Iro, die Marke, die meine Kollektion von „distroyed“-T-Shirts mit immer neuen Farben bereichert. Für Online-Shopper ist dieses mein Tipp: „The Outnet“, der ständige Sale von „Net-a-Porter“, der alle spannenden Designer zu vergünstigten Preisen mit einem täglich neuen Angebot präsentiert. Aber alle Achtung: Suchtgefahr!

› Galerie Schimming – Lois Renner, Julian Hoffmann, Niclas Castello, Heiner Meyer – das sind meine Lieblingskünstler aus dem Portfolio der Galerie Schimming im Jungfrauenthal, die etablierte und aufstrebende deutsche und internationale Künstler präsentiert. Ich begleite die Geschicke der Galerie und des dazu gehörigen Kunstclubs seit der Gründung und freue mich jedes Mal besonders, bei einer der Vernissagen die Gedanken zu den Künstlern von den Kunsthistorikern Johanna Gräfin zu Eltz und Eberhard Stosch zu hören.