Dr. Eva Leistenschneider

Kuratorin für Alte Kunst am Museum Ulm

Seit 2007 bin ich in Ulm und fühle mich hier bestens aufgehoben. Eine Stadt, die sich ständig weiterentwickelt, mit einer spannenden Verbindung von Alt und Neu, hoher Lebensqualität und viel Natur drumherum. Durch die Arbeit im Kulturbereich habe ich schnell Kontakt zu den Ulmerinnen und Ulmern gefunden und mich auch als „neigschmeckte“ Saarländerin gleich zugehörig gefühlt.

Meine Empfehlungen

  • Die Apotheke Das Café in der ehemaligen Zundeltor-Apotheke in der Ulmer Oststadt liefert Ambiente, guten Kaffe und tollen Kuchen.
  • Dominikaner-Spuren Vom mittelalterlichen Dominikanerkloster Ulms ist der Chor der Kirche mit seinen hohen Fenstern erhalten. Heute gehört er zum Haus der Begegnung, das in seinem Gebäude noch weitere Spuren der Ulmer Dominikaner verbirgt.
  • Galerie im Kornhauskeller Moderne Kunst im Renaissancebau. Und versteckt mittendrin: Ulms älteste erhaltene Küche!
  • Herdbruckerstraße Nr. 13 und 15 Die ältesten erhaltenen mittelalterlichen Fachwerkhäuser in Ulm und um Ulm herum, aus dem 14. Jahrhundert
  • MinnesängersaalEin Festsaal im ehemaligen Haus der Patrizierfamilie Krafft, ausgeschmückt mit Wandmalereien aus der Zeit um 1380. Wo früher schon mal Kaiser auf Ulm-Besuch feierten, residiert heute das Hochbauamt. (Besichtigungen des Saals auf Anfrage oder mit Führungen)
  • Rathaus Seit Jahrhunderten das politische Zentrum der Stadt, mit mittelalterlichem Ursprung und wechselvoller Baugeschichte. Beeindruckend: die astronomische Uhr von 1520 und die Skulpturen von Hans Multscher (Originale im Museum). Mein täglicher Blick vom Bürofenster aus.
  • Reutti Um die andere Donau-Seite nicht ganz auszulassen: Wie eine kleine Zeitreise ist die Pfarrkirche im Neu-Ulmer Stadtteil Reutti, mit ihrem spätgotischen Flügelaltar, dem wunderbaren Sakramentshaus und vielem mehr fürs Auge.
  • Sebastianskapelle in der Hahnengasse Einst Kapelle der der Bruderschaft des Hl. Sebastian. Im erhalten gebliebenen Chor finden regelmäßig Ausstellungen zur Gegenwartskunst statt.
  • Steinhaus und Nikolauskapelle Das im 12. und 13. Jahrhundert erbaute „Steinhaus“ am Grünen Hof, mit der angebauten, stimmungsvollen Nikolauskapelle
  • Ulmer Museum Wer Kunstwerke der Ulmer Spätgotik sehen will, wird nicht nur im Münster, sondern auch im Museum Ulm fündig, mit Skulpturen und Malerei aus Ulms künstlerischer Blütezeit. Die Barbarakapelle aus dem 14. Jahrhundert, heute Teil des Museums, ist ein Beispiel für eine mittelalterliche Hauskapelle.
  • Ulmer Münster Auch nach unzähligen Besuchen beeindruckend wie am ersten Tag. Für mich einer der schönsten gotischen Sakralräume in Deutschland.
  • ValentinskapelleSüdlich des Münsters, dort, wo bis 1526 der städtische Friedhof lag. Erst Familien- und Grabkapelle der Patrizierfamilie Rembold, dann dreihundert Jahre lang Lager für Schmalz, Eisenwaren und Bier, schließlich Archivraum des Münsters. Inzwischen Kapelle der russisch-orthodoxen Gemeinde in Ulm.
  • WengenkircheAn den Nachkriegsbau der 1950er Jahre schließt sich nach Osten der Chor der alten Wengenkirche an, Gotik mit barockem Überzug.