Arne Bicker

Freier Journalist

Der Begriff „FürSprecher“ liegt mir als Radio- und Veranstaltungsmoderator ja quasi im Blut, wenn nicht gar auf der Zunge. Vielleicht fiel mir ja daher aus wahrhaft heiterem Himmel diese überaus angenehme Aufgabe zu, mich hier in guter, wenn nicht gar bester Umgebung elektronisch zu verewigen?
 
Für Freiburg zu sprechen heißt für mich Eulen nach Athen zu tragen. Dessen bedarf es nicht. Aber da diese Bitte mit so viel gutem Zureden serviert wurde, kann und darf ich nun nicht anders. Wohlan: „Treten Sie ein, und herzlich willkommen, meine Damen und Herren, in einer Stadt, die ab und an auch schläft, zum Glück, die lebt, liebt und atmet, die duftet und blüht, in der Natur und Menschsein ihren Platz haben, in der, kurz gesagt, zu leben sich lohnt.“


GUT GESAGT | Sprechende Postkarten von Arne Bicker

Meine Empfehlungen

  • BerlinWeil es via Flughafen Basel nur einen Katzensprung entfernt und somit als liebenswerter Freiburger Vorort keineswegs zu unterschätzen ist.
  • BluesclubradioEinmal die Woche im Studio verschwinden und Schallplatten auflegen - das ist ehrenamtlicher Luxus. Auf www.bluesclubradio.de gibt es im wöchentlichen Download 60 Minuten passende Musik zum, sagen wir, roten Burgunder.
  • FrankreichEin weiterer Vorort, wie schon Berlin auf der anderen Seite, nur etwas größer, dafür aber noch näher dran. Eine unergründliche Schatztruhe voller kulinarischer Genüsse und liebenswerter Menschen.
  • Franz SiegelGründer des ersten Freiburger Eissportclubs und Erbauer des Freiburger Eisstadions, das bis heute wunderbar spannenden Sport beherbergt. Nicht zu verwechseln mit Franz Sigel (1824-1902), Offizier der Badischen Armee in der Märzrevolution, wenn auch ähnlich entschlossen zu Werke gehend.
  • Freiburger Blues FestivalEine durch die bedauernswerte Schließung des Blue Monday entstandene Lücke schließt sich für ein paar Tage im Herbst. Den Rest füllt die Freiburger Blues Association e.V. mit ihren Live-Konzerten im Gasthaus Schiff.
  • GiadaEingeborene Skulptur des Freiburger Bildhauers Pál Mathias, schlank, bronzen, im Stehen schlafend, mal kühl, mal heiß, immer inspirierend, still kommunizierend, ein quasi explosiver Ausbund an Gelassenheit – so wie diese Stadt.
  • Himmel über FreiburgÖfter blau und strahlend und sonnig als anderswo, schon bei der Anfahrt aus der Ferne als kreisrundes Loch in der Wolkendecke zu erkennen.
  • HöllentälerSchleicht in heißen Nächten leidenschaftlich gern ums Münster herum. Die Freiburger bauen ihm Fenster, die es sonst so auf der Welt nicht gibt.
  • SC FreiburgWenn der FC St. Pauli eine Fahrstuhlmannschaft ist, dann ist der SC Freiburg: Logisch, eine Seilbahnmannschaft. Strahlende Aussichten, bisweilen bis an die Kanten des Kontinents, wechseln mit nebelverhangenen Talfahrten. Nicht nur die ungewöhnlich vielen Freiburgerinnen im gewöhnlich ausverkauften Schwarzwaldstadion können all das genießen, ohne die Straßenbahnen aus den Schienen hüpfen zu lassen. Der Weg ist das Spiel, und Deutscher Meister im In-der-höchsten-Liga-Mitmischen ist der Sportclub sowieso.
  • SchauinslandbahnKontemplativ einen Berg emporschweben zu können ist unprätentiöser Luxus und eine nicht zu verachtende Seilzugerfahrung. Oben warten kühle Luft an heißen Tagen und ein Turm, den keine noch so gewiefte Rochade zum Wanken bringt. Hier finden alle Emporschweber jene geistige Frische, die man für das südbadische Laissez-Faire braucht.
  • Sommer in der StadtLässt nicht nur Skandinavier vor Neid erbräunen und dauert mindestens acht Monate an, in guten Jahren gern auch mal länger.
  • SunnewirbeleFreiburg ohne Feldsalat wäre wie Fasnet ohne Umzug oder Wein ohne Oechsle – es machte keinen Sinn.