Ivo Gönner

Jurist, Politiker und Ulmer Oberbürgermeister von 1992 bis 2016

Sohn eines Laupheimer Apothekers – dort geboren und aufgewachsen. Ich besuchte das Kolleg St. Blasien im Schwarzwald. Nach Ulm kam ich durch den Zivildienst. Danach begann ich mein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg. 1978 kehrte ich nach Ulm zurück, als Referendar am Landgericht und arbeitete bis 1992 als selbständiger Rechtsanwalt. Von 1992 bis 2016 war ich Oberbürgermeister von Ulm.

Die Verbindung von Tradition und Moderne, nicht nur bei Gebäuden und Plätzen, sondern vor allem in den Köpfen der Menschen, lässt Ulm für viele, auch die vielen Zugewanderten, Heimat sein.

Meine Empfehlungen

  • Der Weinhof Der Weinhof ist, wie kaum ein anderer Ort der Stadt, ein Ort der Geschichte, ein Ort der Gegenwart und Zukunft, der gemeinsames, friedliches und respektvolles Zusammenleben der Menschen bewusst und erlebbar macht.
  • Die Bundesfestung UlmDieser gewaltige Festungsbau prägt das Stadtbild Ulms. Im Fort Oberer Kuhberg war von 1933 bis 1935 ein grausames Konzentrationslager angesiedelt.
  • Donau / Albrecht Ludwig BerblingerJeder Fluss hat zwei Ufer, und dies spielt hier eine besondere Rolle: Ufer trennen nicht, Ufer verbinden! Und das hat ein Ulmer Pionier, Tüftler, Visionär und eine historische Figur, Albrecht Ludwig Berblinger (genannt der Schneider von Ulm), auch vermitteln wollen: Er wollte zeigen, dass mithilfe eines Fluggerätes Grenzen überwunden werden können. Ähnlich wie der bedeutendste Physiker des 20. Jahrhunderts, Albert Einstein, zeigen diese „Ulmer Köpfe“, dass hier in Ulm Großes dank großer Geister und Zukunft dank vieler kleiner Aktivitäten entstehen kann.
  • FischerviertelDas historische Fischerviertel ... Das „schiefe Haus“ ist ebenso wie die „Ulmer Münz“ jeweils ein Geschichtshaus der Stadt Ulm. Die Zunft der Fischer und Schiffsleute prägte dieses Viertel ebenso wie die Garnsieder. Zum Verweilen laden die Gaststätten ein, und dort kann auch darüber philosophiert werden, wie Ulm als Stadt an der Donau Menschen und Länder entlang des fast 2.900 Kilometer langen Stromes verbindet.
  • FriedrichsauEin anderer Ort, an dem sich Geschichte und Zukunft begegnen, ist die Friedrichsau. Die „Au“, wie die Ulmer diese große stadtnahe Parkanlage liebevoll nennen, strahlt Ruhe aus; die Au ist ein Teil des Ulmer Gemütslebens. Die Friedrichsau liegt direkt an der Donau und damit an der Grenze zu unserer Nachbarstadt Neu-Ulm. Die Grenze ist längst keine Grenze mehr.
  • Förderkreis Bundesfestung Ulm / Dokumentationszentrum Oberer KuhbergDer „Förderkreis Bundesfestung Ulm“ und der Verein „Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg“ engagieren sich auf unterschiedliche Weise für die Wahrung und Erhaltung dieser authentischen Orte und vermitteln so bleibende Botschaften für nachfolgende Generationen.
  • HfG UlmAm Kuhberg war die Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm, das kreative Zentrum im Nachkriegsdeutschland, 1953 – 1968 angesiedelt. Dozenten und Studenten aus Ulm bereichern bis heute die Welt des Designs und der Gestaltung.
  • Kunsthalle Weishaupt und PrivatsammlungenDie Kunsthalle Weishaupt, geschaffen durch die Familie Weishaupt, präsentiert eine der bedeutendsten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst in Deutschland.
  • Museum Brot und Kunst / Forum WelternährungEin besonderer Ort ist das Museum Brot und Kunst / Forum Welternährung. Sowohl kulturhistorische Themen werden aufgegriffen als auch zunehmend Themen der Welternährung und der Nachhaltigkeit. Die Stifterfamilie Eiselen hat hier für heutige und zukünftige Generationen eine weit über Ulm hinauswirkende Idee realisiert.
  • Museum UlmDas Museum Ulm ist mit der Kunsthalle Weishaupt verbunden. Im Museum befindet sich die berühmteste und geheimnisvollste Ikone der Eiszeitkunst, der „Löwen-Mensch“. Diese 30 cm große Figur, vor rund 32.000 Jahren kunstvoll geschnitzt, ist die weltweit älteste und größte Mensch-Tier-Darstellung, die bisher gefunden wurde.
  • Platz Hans und Sophie SchollZwischen all den neuen Gebäuden der Neuen Mitte befindet sich der Platz, der den Geschwistern Hans und Sophie Scholl gewidmet wurde. Sie bezahlten mit anderen aus der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“ ihren Einsatz mit dem Tod. Die älteste Schwester Inge Scholl hat zusammen mit ihrem Mann Otl Aicher nicht nur die Ulmer Volkshochschule gegründet, sondern sie waren auch zusammen mit Max Bill die Gründer der legendären Hochschule für Gestaltung, eine der bedeutendsten Design-Hochschulen nach dem Kriege.
  • Rathaus Die Wandbemalung stellt einen erbaulichen Bilderbogen dar. Nähere Betrachtung und Beschäftigung damit lohnen sich allemal. Dieses Gebäude spiegelt die vielen Veränderungen im Laufe der Geschichte der Stadt Ulm wider, und es spiegelt sich in der neuen, zentralen Stadtbibliothek, der berühmten Ulmer Pyramide.
  • Schwörhaus und die neugebaute SynagogeDas Schwörhaus und die neugebaute Synagoge umrahmen den Weinhof. Das Schwörhaus ist der Ort, an dem die älteste Stadtverfassung jedes Jahr am Schwörmontag wieder neu belebt wird. In diesem „Haus der Stadtgeschichte Ulm“ werden die Schätze der Stadt bewahrt und die wechselvolle Geschichte der Stadt eindrucksvoll präsentiert.
  • Stadthaus am MünsterplatzDas Stadthaus am Münsterplatz wurde 1993 eröffnet; ein Gang durch das Haus eröffnet völlig neue Blicke auf das Münster und den neugestalteten Münsterplatz. Das Stadthaus ist ein Bauwerk in der Reihe weiterer Glanzstücke moderner Baukunst mitten in der Stadt.
  • Theater Ulm / Wissenschaftsstadt Ulm / Botanischer GartenVorbei am Theater Ulm, ein Besuch lohnt sich immer, führt die neue Straßenbahnlinie hinauf zur Universität und den Kliniken, zur Wissenschaftsstadt Ulm. Hier entstand das bundesweit erste und bis dahin einmalige Projekt einer „Wissenschaftsstadt Ulm“, dort ist Ulmer Zukunft zuhause; und hier befindet sich auch die höchste Straßenbahnhaltestelle Deutschlands (617 m) an dem besonderen Haltepunkt: Botanischer Garten.
  • Ulmer Münster Ein Besuch des Ulmer Münsters und die Besteigung des höchsten Kirchturms der Welt lohnen sich immer. Hier ist der Mittelpunkt der Stadt. Oben vom Turm wird bewusst, was das Ulmer Motto heißt „hoch hinaus, um weit zu blicken“.