Katharina Reich

Produktdesignerin, interdisziplinäre Kunstschaffende, Researcher, Sozial-Architektin

Als geborene Wienerin kenne ich Wien wie meine Westentasche. Ich war zwei Jahre lang als Fahrradbotin unterwegs. In meinem Kopf befindet sich ein 3D-Gelände-Stadtmodell. An Wien mag ich, dass ich hier aus „Nichts“ etwas machen kann. Mit Aufmerksamkeit betrachte ich die Wiener Lebensbereiche und verknüpfe sie mit meiner ganz persönlichen Geschichte. Im Dialog erfahre ich Haltungen von Menschen, öffentlichen Raum nehme ich zeichnerisch auf, gesellschaftliche Positionen hinterfrage ich mit Gender, Alltagsgegenstände forme ich zu Objekten um. Im Grunde bin ich eine Forscherin, die sensibel im Alltag Gewalt aufspürt und in ihrer Kunst einen Bezug zu unserer persönlichen Gefühlswelt herstellt ... Ich bin Wienerin in Kunst.

Foto: Hans Klesdorfer

Meine Empfehlungen

  • Bonbons & Bonbon AnzingerIn alten Zuckerlgeschäften kaufe ich mir meine süße Herzerweiterung. Zum Beispiel im „Bonbons“ in der Neubaugasse oder im 1. Bezirk bei „Bonbon Anzinger“. So fördere ich alte Geschäfte mit meinem Einkauf im Fortbestehen.
  • Business RiotIm Bereich der feminstischen Selberermächtigung vernetze ich mich gerne bei Veranstaltungen von Business Riot. Ein Netzwerk für Frauen von Frauen, das weibliche Solidarität lebt.
  • Cha No MaIch liebe Matcha. Dazu gibt es dort Reisdreiecke bzw. Mochis zu essen. Eine kurze Asienreise im Alltag.
  • DonauinselAuf die Donauinsel radle ich gerne über die Praterbrücke-Tangente wie sie in Wien so schön heißt. Am Ufer sind Fischerboote angelegt, deren Stege teils zugängig sind. Auf diese setze ich mich gerne.
  • Hannah-Arendt-ParkBüro im Park: Für meine Arbeit als Kunstlehrende ist mir Abwechslung von Orten willkommen. Gerne setze ich mich in diesen Park und mache dort Research. Immer wieder ergeben sich auf diesem Wege interessante Gespräche mit Menschen, die das Bankerl mit mir teilen.
  • JesuitenwieseIch lebe und arbeite im 3. Bezirk. Natur und Grün sind mir wichtig. Lange im Jahr ist die Jesuitenwiese sonnenbestrahlt. Sobald es sonnig ist, lasse ich dort meine Sommersprossen wachsen.
  • KirchenflohmärkteDas Stöbern in den Kisten, die selbst gebackenen Kuchen mit oft eher lahmen Kaffee, den es dazu gibt, genieße ich in einer Pause. Ich habe auf diese Art Möbel, Schuhe, Kleidung und Bücher, die ich gerne habe, günstig erstanden.
  • NaschmarktDie Standler aus den 80er Jahren liebe ich! Die Gespräche mit den mir seit Jahrzehnten bekannten Standlern sind freundlich, und oft bekomme ich eine Kostprobe.
  • Radfahren in der StadtFür die Gesundheit und mit offenen Augen im sozialen Sinn. Wir verschließen in unserem täglichen Trott gerne die Augen. Der Job und das nächste Meeting, die Kinder oder wer anderer wartet. Ich habe das Radfahren als Meditation in meinem Leben. Ich fühle Freiheit am Rad.
  • VollpensionMit Freunden treffe ich mich gern auf einen Plausch zum Kaffee. Beim Austausch in einem Laden, wo Omas und Opas bedienen und Kuchenbacken, fühle ich mich wie bei meinen leider schon verstorbenen Großeltern. Quasi ein Zeitreisen im Jetzt.