Lars Waldmann

Gründer & Geschäftsführer von ew-con

Das Münchner Kindl aus der großen Stadt zog es immer zum Wasser – an der Würm entlang – in die Wälder. Die sanften Hügel zwischen den fünf Seen im Süden von München sind meine heimliche Heimat geworden. Irgendwann hatten sich unbemerkt Segeln und Leben am Meer auf meinen imaginären Wunschzettel gemogelt. Davon ahnte ich nichts als mich ein Nordlicht (und eine Kapitänstochter noch dazu) immer wieder nach Angeln entführte. Es war wie die Rückkehr in eine uralte Heimat. Wälder, Hügel und Wasser, von den Endmoränen der Würmeiszeit genauso geprägt wie mein Fünf-Seen-Land. Das Nordlicht wurde meine zauberhafte Frau. Nach einigen berufsbedingten Standortwechseln quer durch die Republik sind wir am Flensburger Hafen angekommen. Die Klarheit der Menschen spiegelt sich hier in der Luft und umgekehrt. Darum ist der Norden für mich so einfach und vielfältig zugleich. Inspirierend und direkt. Voller Energie und Schönheit.

Meine Empfehlungen

  • Der perfekte Ausflug nach RömMit dem Auto über den endlosen Strand pesen bis ans Wasser. Der Wind peitscht den Sand an die Knöchel. Die Nordsee wild und warm. In den Dünen träumen. Riesige Fabelwesen hoch in den Lüften an dünnen Schnüren. Zum Schluss noch ein Hotdog. Perfekt.
  • Grundhofer GesangsvereinEine Horde von 70 ausgewachsenen Angelitern. Unter der Leitung eines Regensburger Domspatzen geduldig zu einem feinen und energischen Klangkörper geformt. Tradition und Moderne. Rockende Landwirte über 80 und junge Unternehmer in vollendeter Harmonie. Ein verbindendes Erlebnis.
  • Holnis DreiDer Strand von Holnis Drei ist immer Sehnsuchtsort. In winterlichen Eislandschaften über die Förde schweifen bei dem Licht, das nur der Norden kennt. Sommers baden, surfen oder einfach nur faulenzen. Bei Regen die Farben in sich aufsaugen. Zu jeder Jahreszeit.
  • LangballigauDurch Wälder streifen, Hänge rauf und runter. Freiheit riechen. Toben. Über Moore, Tümpel und Sumpfwiesen bis zum Strand. Hier wachsen die Bäume ins Meer. Mein Angeln. Das weite Tal der Langballigau, wie in einerlängst vergessenen Welt.
  • PiratennestWenn das Tagwerk vollbracht und der Abend jung ist, dann geht es raus ans Wasser, am Ostufer entlang. Promenade, Klarschiff, an den feiernden Kids vorbei durch die „Bronx“ bei den Silos, Graffiti und Autokorso. Die späte Sonne doppelt im Gesicht geht es auf den Harniskai. Auf ein Bier oder zwei.
  • Segeln auf der Flensburger FördeDie Nase hart am Wind, leise knarrende Taue und das Flüstern des Wassers am Bug. Sonne glitzert durch die Wellen. Sonst nichts. Gleitend, fast schon fliegend. Lautlos an der Schwiegermutter vorbei. Schöner lässt sich Zeit kaum verbringen.
  • Watt zwischen den ZehenWeite von Horizont zu Horizont. Der Weg durch Watt und Pril. Schlick quetscht zwischen den Zehen hindurch. Nicht enden wollendes Tanzen der Sonne auf fein geriffelter Fläche. Raum für Neues im Kopf. Reset.
  • Wildschweingehege GlücksburgGehen wir zu den Wildschweinen? So hieß es schon immer. Und so heißt es heute, wenn man frische Luft in die Lungen braucht. Der Glücksburger Wald ist zu jeder Jahreszeit Sehnsuchtsort. Komm, wir gehen zu den Wildschweinen!