Sigrid Balke

Journalistin (DFJV)

Ich liebe es, in Ulm zu leben und zu arbeiten. Inzwischen genieße ich den Charme der Stadt seit zwölf Jahren. Das Besondere an Ulm ist seine Überschaubarkeit und die wunderbare Mischung aus Bodenständigkeit und Internationalität, aus Nähe und Weitblick – nicht nur vom Münsterturm.

Meine Empfehlungen

  • Alter Friedhof Freunde von uns wohnen in einem der angrenzenden Häuser in der Friedensstraße und so führt mein Weg immer mal wieder durch den Alten Friedhof. Ein Ort mit besonderer Geschichte und besonderen Geschichten. Denen lauscht man am besten an einem warmen Sommerabend bei einem geführten Friedhofsrundgang, denn sie sind vor allem eines: heiter und unterhaltsam. Klatsch und Tratsch, Familiengeschichten aus alten Ulmer Zeiten – all das passt hervorragend zu dem was der Alte Friedhof heute ist: ein generationenübergreifender Ort der Begegnung mit ganz besonderer Atmosphäre.
  • Bar Stiege an der Herdbrücke Abends noch schnell auf ein Bier, entspannt auf der Stadtmauer die letzten Sonnenstrahlen genießen, die bunte Mischung der Gäste, Gespräche mit Menschen, die man woanders nicht treffen würde, oder einfach nur schauen, wer und was sich an der Brücke zwischen Baden-Württemberg und Bayern so tummelt. Eine herrlich relaxte Stimmung zum Feierabend.
  • Domenico Strazzeri und seine Strado Compagnia DanzaUlm Moves!, das alle zwei Jahre stattfindende Tanzfestival bewegt auf höchstem Niveau. Damit hat Domenico Strazzieri eine breite Öffentlichkeit erreicht und auch die Aufmerksamkeit, die seine kreativen Choreografien mit der Strado Compagnia Danza verdienen. Sehenswert!
  • FriedrichsauPicknick und Promenieren, Spielplatz und Slackline, Musik und Muße – die Friedrichsau ist (nicht nur in Corona-Zeiten) ein „Zufluchtsort“, um den eigenen vier Wänden einfach mal ein bisschen Abwechslung entgegenzusetzen. Der Landschaftspark an der Donau ist ein Anziehungspunkt für alle Generationen – mit Tradition und viel Geschichte(n).
  • Literaturwoche Donau Wie Florian Arnold und Rasmus Schöll vom Verein Literatursalon Donau e. V. in den letzten Jahren aus der ursprünglichen Feststellung „Ulm braucht mehr Literatur in der Kultur“ die jährliche Literaturwoche Donau entwickelt haben, ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Geschrieben mit Durchhaltevermögen, guten Beziehungen im Literaturbetrieb abseits des Mainstream, einem beneidenswerten Gespür für gute Literatur und viel, viel Leidenschaft für „einfach gute Bücher“.
  • Projekt Einstein Discovery Center „Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein aus- geschlossen erschien.“ Das Zitat von Albert Einstein lässt mit der grammatikalischen Formulierung „erschien“ alle Möglichkeiten offen und für den „Verein der Freunde eines Albert-Einstein-Museums in Ulm e. V.“ ist die Realisierung keine Frage. Das passt zu Einstein und zu Ulm.
  • Restaurant Adego im früheren Frauengefängnis Küche und Atmosphäre, herzlicher Service und nette Leute sind im Adego eine kongeniale Verbindung eingegangen. Am besten schmeckt die authentische, portugiesische Küche mit Freunden oder Familie an einem großen Tisch, mit einer tollen Auswahl leckerer Vorspeisen in der Mitte und jeder greift zu. Gilt übrigens auch für die Hauptgerichte.
  • Restaurant Gräflich Fugger'sches Forsthaus Waldreichenbach Mitten im Wald, Idylle pur und eine gemütliche Kombination aus Biergarten und Gartenwirtschaft. Wenige Tische unter schattenspendenden Kastanien und die Räume im Gasthaus sind eine Reminiszenz an die Zeiten als Jagdhaus der Fugger. Also auch ein Tipp für Wintertage am Kachelofen.
  • Restaurant HermesLaupheim – Stilvoll und unkompliziert isst man in der besonderen Architektur des ehemaligen Herrenhauses und der herzlichen Atmosphäre der beiden jungen Gastronomen in Küche und Service, die das Restaurant vor vier Jahren übernommen haben und sich mit kreativ interpretierten regionalen Gerichten ihr Stammpublikum erobert haben. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, ... aber bei einem guten Essen und im Gespräch mit Freunden gerate ich ins Schwärmen, was Ulm sonst noch liebens- und lebenswert macht.
  • The Walther CollectionZugegeben, die Fotografien in den Ausstellungen der Walther Collection wirken nicht immer auf den ersten Blick. Artur Walthers Sammlung vor allem afrikanischer und chinesischer Fotokunst braucht Erklärung, und die bekommen die Besucher bei den Führungen durch die drei Ausstellungshäuser verständlich und kompetent. Zum Gesamteindruck gehört der spannende Kontrast des Architekturensembles mit seinen drei Gebäuden inmitten der kleinbürgerlich wirkenden Gartenzwerg-Idylle in Burlafingen. Sie bilden den Rahmen für Ausstellungen, mit denen es die Walther Collection in die internationale Museumsliga geschafft hat.
  • Theaterei Herrlingen Blaustein – Klein und fein, nah am Publikum – Kammertheater par excellence. Edith Ehrhardt, Intendantin der Theaterei, führt das Lebenswerk von Prinzipal Wolfgang Schuhkraft nicht nur in seinem Sinn weiter, sondern entwickelt nach ihren Vorstellungen ein Theater für Liebhaber ausgesuchter Theaterliteratur.
  • Töchter Ulms So außergewöhnlich wie der Name ist auch der Inhalt: besondere Mode und ausgefallene Accessoires. Kreative Tipps, wie man was kombinieren und tragen kann, gibt es gratis dazu. Die Besitzerin des Ladens, Beate Berroth, ist ein Urgestein in der Ulmer Modeszene mit dem gewissen Blick für das, was ihren Kundinnen steht oder eben nicht. Das sagt sie dann auch, unverblümt aber charmant.