Tim Kestermann

Blogger und Stadtführer

Als Blogger und Stadtführer liebe ich Hamburgs Vielseitigkeit. Zwischen Elbe und Alster, von alternativ bis super schick, findet jeder in Hamburg seinen Platz. Gleichzeitig ist man rundum gut mit allem verbunden und kann in die unterschiedlichen Szenen eintauchen.

Nicht umsonst ist Hamburg die Stadt der Brücken. Es sind Brücken, aber auch die typisch hanseatische Gelassenheit, die die Menschen vereinen und Hamburg zu der entspannten, großen, kleinen Metropole machen, die ich so ins Herz geschlossen habe – und auf meinen Stadtführungen gerne zeige.

Meine Empfehlungen

  • Bar BerglundMeine Lieblingsbar. Nicht nur weil sie in meiner Nachbarschaft zu finden ist, sondern weil die Drinks von unheimlich guten Leuten unheimlich lecker gemixt werden.
  • Bar The Chug ClubDie Bar von Bettina Kupsa, der ehemaligen Barfrau aus dem Le Lion, hat sich voll und ganz dem Tequila verschrieben. Und den „Chugs“. Chugs sind Cocktails in Probiergröße. Größer als ein Shot, kleiner als ein Shortdrink. Der Vorteil: man kann sich mehr trauen, ohne gleich das ganze Geld in einen großen Drink zu investieren, den man vielleicht nicht mag. Wobei das Risiko äußerst gering ist. Bettina und ihr Team wissen sehr gut, was sie tun. Die Mission, den schlechten Ruf des Tequilas zu korrigieren, steht hier unter einem guten Stern.
  • Bistro + Kneipe Kleine PauseNicht weit vom Kaffee Stark (siehe unten) liegt dieser Imbiss der Herzen. Die Chefin Sabine und ihr Team sind die gute Seele vom Stadtteil und haben (fast) rund um die Uhr geöffnet – aber auf jeden Fall immer dann, wenn man sie braucht. 
  • Café + Restaurant Entenwerder1Das Entenwerder1 liegt auf einem Ponton vor dem Entenwerder Elbpark in Rothenburgsort. Mit lecker Kaffee von den Public Coffee Roasters und einer kleinen, aber feinen Auswahl an Gerichten haben die Betreiber vom Modelabel Thomas i-Punkt „ihren“ Stadtteil ein großes Stück schöner gemacht. Unverkennbar auch der große goldene Pavillon, der den ansonsten etwas schmucklosen Teil der Elbe neu erstrahlen lässt.
  • Café Kaffee Stark Hier kann man auf St. Pauli noch echte St. Paulianer treffen. Und den ganzen Tag verbringen. Denn der Betrieb geht vom ersten Kaffee zum Frühstück bis zum dritten Gin Tonic in der Nacht nahtlos ineinander über.
  • Café Milch FeinkostEin sehr gutes Café in einem ehemaligen Feinkostladen am Hafen. Bei schlechtem Wetter lädt der Gastraum mit babyblauen Kacheln zum Verweilen ein, bei gutem Wetter setzt man sich unter die gestreifte Markise mitten ins Portugiesenviertel und genießt das Treiben auf der Straße bei einem der besten Kaffees der Stadt.
  • Kaffeerösterei BurgHier kaufe ich meinen Kaffee. Der kleine Laden mit dem knarzenden Holzboden in Hoheluft-Ost verströmt sein Aroma aus frisch geröstetem Kaffee, Tees und Schokoladen aus aller Welt bis an die nächste Straßenecke.
  • Rathaus-Innenhof Als Stadtführer bin ich mehrmals die Woche dort, aber viele andere nicht. Dabei ist der Innenhof vom Hamburger Rathaus der vielleicht schönste Platz in der ganzen Stadt. Umringt von prächtigen Fassaden im Stil der Neo-Rennaissance und der Hamburger Börse (Heute IHK), steht dort in der Mitte der Hygieia-Brunnen. Seines Zeichens Symbol für den Sieg über die Cholera, die über 8000 Hamburgern das Leben gekostet hat. Hier zeigt Hamburg, meist als kühle Handelsstadt bekannt, auch mal ihr Herz. Denn ursprünglich war Merkur, der Handelsgott, als Brunnenfigur geplant. Diesen Plan hat man verworfen und sich darauf besonnen, dass der wirtschaftliche Erfolg nichts Wert ist, wenn die Gesundheit nicht stimmt. Seitdem thront Hygieia, die Göttin der Reinheit, auf dem Brunnen. Wer hätte das gedacht in einer Stadt, die von „Pfeffersäcken“ regiert wird. Ganz unpragmatisch geht es dann aber trotzdem nicht: der Springbrunnen hat gleichzeitig die Belüftung vom Rathaus betrieben und war somit nicht nur schön anzusehen, sondern auch noch effektiv.
  • Restaurant + Bar Kuchnia Auf der Talstraße, berühmt-berüchtigt durch die Mischung aus Pornokinos, Transvestitenstrich, Heilsarmee und Gitarrengeschäft, liegt das Kuchnia. In dem „osteuropäischen Restaurant und Wodkabar“ gibt’s gute Hausmannskost mit polnischer Note, einen herzlichen Service und mit etwas Glück auch die Möglichkeit, mal Vogelbeereneis als Dessert zu probieren.
  • Wohlers Park Der beschauliche Park in Altona war früher ein Friedhof. Heute tobt zwischen verwunschenen Grabsteinen und Gruften das pralle Leben. Slackliner, Gitarrenspieler, Jongleure und Bücherwürmer sorgen für ein entspanntes, bohèmes Flair, das man in den großen und bekannten Parks in Hamburg so nicht findet.