Wolfgang Fischer

Projektmanager

Köln – die nördlichste Stadt Italiens ... Köln lässt sich nur über seine Bewohner beschreiben: Kölle is e Jeföhl – heißt das. Obwohl immer wieder fremdbestimmt – Römer, Franken, Erzbischöfe, Franzosen, Preußen – und fast vollständig zerstört im 2. Weltkrieg, hat der Kölner sich sein bodenständiges, humorvolles und durchweg positives Lebensgefühl nicht nehmen lassen. Auch heute ist Köln sicher noch keine „schöne“ Stadt, aber das ist eben auch nicht so wichtig in Köln. Trotzdem und gerade deswegen ist es gut in Köln. Der Kölner lebt im „Jetzt“ und genießt das. Und wie das geht, steht im kölschen Grundgesetz (zusammengestellt aus mundartlichen Redensarten aus dem Rheinland von Konrad Beikircher):

Artikel 1: Et es wie et es. („Es ist, wie es ist.“)
Sieh den Tatsachen ins Auge!

Artikel 2: Et kütt wie et kütt. („Es kommt, wie es kommt.“)
Hab keine Angst vor der Zukunft!

Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange. („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
Lerne aus der Vergangenheit!

Artikel 4: Wat fott es, es fott. („Was fort ist, ist fort.“)
Jammer den Dingen nicht nach!

Artikel 5: Et bliev nix wie et wor. („Es bleibt nichts, wie es war.“)
Sei offen für Neuerungen!

Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet. („Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.“)
Sei kritisch, wenn Neuerungen überhandnehmen!

Artikel 7: Wat wells de maache? („Was willst du machen?“)
Füge dich in dein Schicksal.

Artikel 8: Maach et joot, ävver nit zo off. („Mach es gut, aber nicht zu oft.“)
Qualität über Quantität.

Artikel 9: Wat soll dä Käu? („Was soll das sinnlose Gerede?“)
Stelle immer die Universalfrage!

Artikel 10: Drinks de ejne met? („Trinkst du einen mit?“)
Komm dem Gebot der Gastfreundschaft nach!

Artikel 11: Do laachs de disch kapott. („Da lachst du dich kaputt.“)
Bewahr dir den Humor und nimm nicht alles so ernst.

Und immer daran denken: „Jede Jeck es anders!“

Meine Empfehlungen