Augustinermuseum – Städtische Museen Freiburg

Augustinermuseum – Städtische Museen Freiburg

Das Augustinermuseum präsentiert seine renommierte Sammlung der Kunst vom Mittelalter bis zum Barock sowie Malerei des 19. Jahrhunderts. Aus der ehemaligen Klosterkirche ist dank des Architekten Christoph Mäckler ein beeindruckender, moderner Museumsbau entstanden, der überraschende Ein- und Ausblicke bietet. Balkone, Galerien und Stege, Nischen und Fenster machen den Besuch zum Erlebnis.   Die Ausstellungshalle im Untergeschoss wird von allen Häusern der Städtischen Museen Freiburg bespielt und sorgt mit einem breiten Themenspektrum für Abwechslung.

Eintauchen in die Bilderwelt vergangener Jahrhunderte
Propheten, Fabelwesen, Heilige und Todsünden erwarten die Besucherinnen und Besucher im Augustinermuseum. Im Mittelpunkt stehen die steinernen Originalfiguren und Glasfenster vom Freiburger Münster sowie mittelalterliche Holzskulptur und Tafelmalerei, unter anderem von Matthias Grünewald, Lucas Cranach d.Ä. und Hans Baldung Grien. Im ehemaligen Chorraum entfalten die Werke des Barock ihre volle Pracht.    Gemälde des 19. Jahrhunderts, unter anderem von Anselm Feuerbach, Franz Xaver Winterhalter und Hans Thoma sind im Dachgeschoss zu sehen.

Verkörpertes Mittelalter: Die Skulpturenhalle
Mittelalterliche Bilderwelt als sinnliches Erlebnis: Der einstige Kirchenraum des Augustinerklosters gibt den Sandsteinfiguren vom Freiburger Münster viel ihrer einstigen Ausstrahlung zurück. Nach dem Konzept des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler wurden Stützen eingezogen, die den fast zwölf Meter hohen Raum in drei Schiffe teilen. An ihnen entfalten die Prophetenfiguren und die Wasserspeier vom Freiburger Münster ihre magisch-monumentale Wirkung. Von der Wand zum Chorraum aus zieht jetzt die berühmte Marienkrönung vom Hauptportal des Münsters die Blicke auf sich. Die umlaufende Empore mit Durchblicken erlaubt, die Wasserspeier auf Augenhöhe zu betrachten. In den seitlichen Kabinetten kommen vor dunkelblauen Wänden mittelalterliche Tafelbilder und Holzskulpturen konzentriert zur Geltung.

Barocke Pracht
Aus der Skulpturenhalle führt der Weg in den hellen Chor der ehemaligen Klosterkirche. Dort kommen Altäre, Skulpturen, Gemälde und Kleinplastiken des Barock voll zur Geltung.
Aus den Nischen eines monumentalen, acht Meter hohen „Setzkastens“ blicken große Figuren in den Raum. Eine schmale, 14 Meter lange Vitrine zieht sich wie ein Band entlang der Wand zur Salzstraße und beherbergt Kleinplastiken und Gemälde.
Prunkstück ist der in den 1720er Jahren entstandene Orgelprospekt aus der Abteikirche Gengenbach, hinter dem sich ein Spielwerk der Freiburger Firma M. Welte und Söhne verbirgt. Wöchentliche Konzerte gehören zu den beliebtesten Veranstaltungen im Haus.

Farbe im Licht: Sakrale Glasmalerei
Ein herausragendes Stück mittelalterlicher Glaskunst verbindet das Museum mit der angrenzenden Altstadt: Die in die Westwand eingesetzten, mehr als fünf Meter hohen Kaiserfenster des Freiburger Münsters bringen die Westsonne farbig gebrochen in den Innenraum.
Weitere Glasmalereien aus den Chorkapellen des Münsters, viele nach Entwürfen von Hans Baldung Grien, leuchten in eigenen Kabinetten. Ein Highlight sind auch die Dominikanerfenster, einzigartige Relikte aus einer Freiburger Klosterkirche, die längst nicht mehr existiert.

Malerei des 19. Jahrhunderts
Der Ausstellungsraum im barocken Dachstuhl versammelt exzellente Werke von Künstlerinnen und Künstlern, deren Wurzeln am Oberrhein oder im Schwarzwald lagen. So erinnert etwa Franz Xaver Winterhalters „Junge Italienerin am Brunnen“ (1834) an den Romaufenthalt des gebürtigen Menzenschwanders und späteren Starportraitisten europäischer Königshäuser. Das Bild „Ein badischer Freischärler mit seinen beiden Ordonnanzen“ des Großherzoglich Badischen Hofmalers Johann Baptist Kirner verweist auf die gescheiterte 1848er Revolution. Neoklassisch zeigt sich „Nanna als Bacchantin“ (1861) von Anselm Feuerbach, der in Freiburg zur Schule ging. Der „Wintermorgen im Schwarzwald“ (1904) schließlich ist ein typisches Werk des in Freiburg geborenen „Schneemalers“ Hermann Dischler.
Hinweis
Aufgrund von Sanierungsarbeiten am Konventgebäude ist die Schatzkammer seit dem 1. Januar 2016 geschlossen und wird ab dem Frühjahr 2020 in den historischen Kellergebäuden zu sehen sein.

Das Haus der Graphischen Sammlung
Die Graphischen Sammlungen des Augustinermuseums und des Museums für Neue Kunst haben seit September 2016 ein neues Zuhause. Der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler hat die Pläne entworfen: eine schmale Fassade, die sich harmonisch in das Straßenbild der Salzstraße einfügt – hinter ihr verbirgt sich ein hochmoderner Bau, der allen Bedürfnissen der empfindlichen Objekte gerecht wird.
Drei Magazinräume bieten Platz für 90.000 Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien – die bei idealer Luftfeuchtigkeit und Temperatur lagern. Selbstverständlich wird Grafik hier nicht nur bewahrt, sondern auch gezeigt. Der Wechselausstellungsraum präsentiert drei Ausstellungen im Jahr: Vom mittelalterlichen Holzschnitt in kleinem Format bis zu zeitgenössischen Bildwelten in schwarzer Tusche. Die Sonderausstellungen, die hier laufen, richten das Augustinermuseum oder das Museum für Neue Kunst aus. Liebhaberinnen und Liebhaber der grafischen Künste aller Zeiten kommen so auf ihre Kosten.

Eintritt
7 Euro / erm. 5 Euro
gültig als Tageskarte in allen Städtischen Museen Freiburg

Eintritt frei
unter 18 Jahren und mit Museums-PASS-Musées