Staud Studios

Staud Studios

Automobilfotografie

Der gebürtige Stuttgarter René Staud stammt aus einfachsten Verhältnissen. Umso größer war seine Begeisterung für Fotografie, schon als Knirps. Mit 12 Jahren gewinnt er seinen ersten Preis bei einem Fotowettbewerb und mit 14 kauft er sich seine erste Spiegelreflexkamera – mit selbstverdientem Geld.

Er will Profi werden, und so absolviert er nach der Schule eine Lehre in einem Fotogeschäft. Sein Verkaufstalent beweist er früh: der Azubi Staud verkauft ein Kamerasystem für die stolze Summe von 20.000 DM.

Alle wollen ihn – den „Meister des Blitzlichts“

Im Jahr 1975 eröffnet Staud sein erstes Fotostudio in Stuttgart und 1979 die Dependance in Wendlingen. 1983 entwickelt er den sogenannten Magicflash®, ein für Studioaufnahmen entwickeltes Lichtsystem. Das macht ihn nicht nur berühmt, sondern bringt ihm auch den Titel „Meister des Blitzlichts“ ein. Durch diese innovative Oberflächen-Beleuchtungstechnik gelingt ihm der endgültige Durchbruch in der Welt der automobilen Schönheiten.

Schnell stehen die Autobauer Schlange, um neue Modelle ablichten zu lassen – ob Kleinwagen oder Sportflitzer. Auch Designstudien nimmt er in den Fokus. Aston Martin, Mercedes, Posche, Maserati ... die ersten Bilder gebühren stets ihm, häufig unter Geheimhaltung. In Shanghai und Los Angeles kommen neue Studios hinzu. Die Liebe zum Automobil – sie wird sein PS-stärkstes Steckenpferd.

Auf Zukunft fokussiert: Staud-Studios im digitalen Wandel

Seit fast 40 Jahren residieren die Staud-Studios auf mehr als 2.500 Quadratmetern in Hertich bei Leonberg. Sogar LKWs werden hier in Szene gesetzt. Mittlerweile haben die Söhne Patrick und Pascal das Regiment übernommen, und René Staud pickt sich die Sahnestückchen aus der Automobilpalette heraus.

Im Januar 2021 wird das Unternehmen mit seinen 92 Mitarbeitern Teil der Mediamonks-Gruppe mit Hauptsitz in den Niederlanden und Standorten in Berlin und München. Als globales Kompetenzzentrum für Mobilitätsthemen geht die Firma mit der Zeit und entwickelt sich mehr und mehr zum digitalen Produktionshaus für kreative Automobilkommunikation.

René Stauds Vater war Holzbildhauer. Um einen angemessenen Preis für seine Arbeiten zu erzielen, setzte sie der talentierte Sohn in Szene. Das erste Bild: ein Reh aus Holz. René Staud liebt Tiere. Ab und zu fotografiert er sie auch – m liebsten die Pferde seiner Frau, die seit 38 Jahren an seiner Seite ist.

Eines seiner Bilder, auf dem er die verschiedenen Gangarten des Pferdes in einem Bild zusammengefasst hat, zeigt er uns nach langem Suchen. Was er an Tieren mag: „Sie vereinnahmen nicht, haben keine Hintergedanken und sind integer“. Pferde sind für ihn die Krönung der Tierwelt. Schnelligkeit, Kraft und Ästhetik in Reinform.