Freiburger Bachchor

Freiburger Bachchor

„Bach sollte nicht Bach, sondern Meer heißen.“Ludwig van Beethoven

Der Freiburger Bachchor ist ein Chor in freier Trägerschaft, der 1943/44 unter der Leitung des damals aus dem Krieg verwundet heimgekehrten Dirigenten Theodor Egel mit einer Aufführung von Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion im Freiburger Münster hervorging: Bachs Matthäuspassion sollte als Gegengewicht des Friedens in Zeiten des Krieges stehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Ensemble nicht nur zu einer prägenden Institution des regionalen Kulturlebens, sondern sorgte auch mit namhaften Solisten wie Karl Erb, Peter Schreier oder Dietrich Fischer-Dieskau und hoher Qualität bei zahlreichen Konzerten im europäischen Ausland und den USA für Aufsehen. Insbesondere entstand ab 1983 unter der Künstlerischen Leitung von Hans Michael Beuerle ein reger Kontakt zu Chören in Freiburgs Partnerstädten, dessen vorläufiger Höhepunkt eine Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie im November 2007 mit Chor-Delegationen aus allen neun Partnerstädten Freiburgs war. Aus dem daraus erwachsenen internationalen Chor-Netzwerk entwickelten sich weitere Projekte, wie die Aufführungen des Brahms-Requiems in Padua (2009) und Granada (2011), Berlioz' „La Damnation de Faust“ in Freiburg und Besançon (2009) sowie Mendelssohns „Lobgesang“ in Freiburg und Padua (2010).

Seit März 2016 ist Hannes Reich Künstlerischer Leiter des Freiburger Bachchores, der im April 2016 im Berliner Finale des Deutschen Chordirigentenwettbewerbs unter international besetzter Jury den ersten Preis gewann.

Komponisten und Konzertorte 1944 – 2014:

Abano Terme, Ansbach, Ascona, Asheville, J. S. Bach, C. P. E. Bach, Baden-Baden, Badenweiler, Basel, Beethoven, Berlin, Berlioz, Besançon, Birnau, Bonn, Brahms, Brig, Britten, Bruckner, Charlotte, Colmar, Como, Düsseldorf, Dvořák, Elgar, Ellwangen, Emmendingen, Frankfurt, Fratta Polesine, Freudenstadt, Gelnhausen, Genf, Gengenbach, Gluck, Granada, Grieg, Guebwiller, Guildford, Hambræus, Händel, Haydn, Heidelberg, Hiroshima, Honegger, Innsbruck, Ivano Frankivsk, Janáček, Karlsruhe, Koblenz, Köln, Konstanz, La Chaux-de-Fonds, Lahr, Lecco, Leverkusen, Locarno, Lörrach, Lucca, Lviv, Lyon, Mahler, Mannheim, Marburg, Martin, Matsuyama, Mendelssohn Bartholdy, Metz, Monteverdi, Mozart, Müllheim, Münstertal, Neuenburg, Neuendettelsau, Ottmarsheim, Padua, Paris, Penderecki, Piazzolla, Reger, Rheinfelden, Rihm, Rimini, Rossini, Rothenburg, Rovigo, St. Blasien, St. Peter, St. Märgen, Saarbrücken, Saint-Saëns, Schönberg, Schopfheim, Schubert, Schumann, Schwäbisch Gmünd, Schwarzach, Sigmaringen, Speyer, Straßburg, Strawinski, Stresa, Stuttgart, Turin, Tschaikowski, Uwajima, Venedig, Verdi, Vicenza, Villingen, Vivaldi, Winston, Winterthur, Wien, Wolf, Wuppertal, Zürich

„Und am Ende brandet der Jubel los, als stündenda oben auf dem Podium Popstars der Gegenwart. […]Was der Dirigent dem Orchester bei Bartóks Konzertan Ensemble- und Einzelleistungen entlockt, kannman gar nicht genug loben.“(Alexander Dick, BZ 9. Februar 2016, Akademisches Orchester Freiburg: Richard Wagner, Richard Strauß und Béla Bartók)

Fotos: Valentin Knall