Paul Rüst

Rechtsanwalt

Über Basel nachdenken zu müssen, ist nicht ganz einfach. Natürlich lassen sich konkrete Punkte vermerken – Basel ist aber auch einfach ein Lebensgefühl. Es gefällt einem hier, und man fühlt sich wohl. Manchmal stört die Enge, es überwiegt aber die Offenheit. Das ist bedingt durch die Wirtschaft, die Menschen aus der ganzen Welt, die geografische Lage. Basler können sich auch mehr als Leute anderswo für Sport, Kultur, Fasnacht begeistern. Komische Bocksprünge vollführt manchmal die Politik.

Es lässt sich Basel doch auch charakterisieren: Das kulturelle Angebot ist aussergewöhnlich (Stadt der Museen), der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort mit Universität, zwei Life-sciences-Weltkonzernen und einer lebhaften Start-up-Szene bringt interessante Arbeitsplätze und Menschen nach Basel. Das alles schlägt in einer bewegten Architekturlandschaft (mit dem weltweit bekanntesten Büro von Herzog und de Meuron) durch.

Dabei bin ich ursprünglich gar nicht von hier. Aus der Ostschweiz stammend, war ich in Österreich im Internat, studierte zunächst in Innsbruck, durchlief dann mein Studium in Basel (mit einem Abstecher nach Fribourg). Ich wollte die Welt erkunden und zog ein halbes Jahr durch Südamerika. Beruflich bin ich – nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Zürich – in Basel unterwegs. Warum erzähle ich das: Ich bin hier daheim und weiss auch warum.            

Meine Empfehlungen

  • amg-KonzerteErstaunlich, was diese Gesellschaft – ohne staatliche Subventionen - an hervorragenden Konzerten mit herausragenden Orchestern und Künstlern auf den Weg bringt.
  • Der RheinIch wohne im St. Alban-Tal mit Blick auf den Fluss - ein bisschen Feriengefühl inbegriffen. Wenn ich ins Kleinbasel will, nehme ich die Fähre vor meinem Haus, und als Jogger geniesse ich die Wege um den Rhein zwischen Johanniter-Brücke und Kraftwerksinsel.
  • Elsass und SchwarzwaldWenn es mir zu eng wird, hau ich ab zu unseren Nachbarn.
  • Industrie-ArchitekturFirmen halten etwas auf ihre Baukultur: das Vitra-Haus in Weil, Actelion in Allschwil, der herausragende Novartis-Campus und schliesslich das Roche-Areal, das mit seinen Hochhäusern das Stadtbild nachhaltig verändert.
  • Messe BaselDerzeit etwas in der Kritik, aber trotzdem: die Art ist einzigartig und bringt die Kunstwelt nach Basel. Die Baselworld ist geschrumpft, aber immer noch DIE Ausstellung für Uhren und Schmuck. Grosse Kongresse finden hier statt.
  • Restaurant PapiermuseumEigentlich ein Museums-Café, ist es doch mehr. Ein Restaurant mit Atmosphäre und einer feinen Küche mit leicht asiatischem Einschlag.
  • Restaurant PerronIm alten Bahnhof St. Johann. Vielfältig, persönlich, exquisite Küche.
  • Restaurant zur MägdGrosszügiges Lokal mit Charme, italienisches Flair samt ebensolcher Küche.
  • Theater-AboTönt gewöhnlich, gewährleistet aber die regelmässige Teilnahme an der grossartigen Arbeit dieser Kultureinrichtung. An Premièren-Abenden trifft sich tout Bâle, andere Abos bringen aber auch viel Kulturgenuss
  • Vitra Design MuseumZeigt mehrmals im Jahr Ausstellungen zum Thema Design mit weitem Blickwinkel und überraschenden Objekten und Erkenntnissen. Und danach ein Winzersekt im Café nebenan!