Petra Raab

Inhaberin Wundertüte

Ich bin eine waschechte Wienerin, in der Leopoldstadt aufgewachsen, also auch ein wirklicher Stadtmensch. Bis auf eine einzige kurze Ausnahme habe ich auch immer im 2. Bezirk gewohnt. Würde mich trotzdem als einen weltoffenen Menschen bezeichnen.

Ich lebe sehr gern in Wien, denn Wien ist Großstadt und Dorf zugleich. Im Grätzl kennt jeder jeden, man grüßt einander, plaudert am Samstag Vormittag am Markt ... und trotzdem garantiert die Stadt Anonymität und Privatsphäre.

Was ich an Wien schätze? Die vielen Parks und Grünanlagen, das kulturelle Angebot und die kleinen Läden, die sich gegen die internationalen Ketten zu behaupten versuchen. Was ich an Wien nicht so mag? Die Mietpreise, die in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt sind.  

Beruflich habe ich mir vor zehn Jahren meinen Traum erfüllt und einen kleinen Laden – einen Mini Concept Store – eröffnet, mit ganz vielen schönen Dingen, die das Herz begehrt. Übrigens auch im 2. Bezirk.

Meine Empfehlungen

  • AugartenWas wäre die Leopoldstadt ohne den Barockgarten Josefs des Zweiten - meine liebste Laufstrecke! Im Frühlings duftet´s nach Bärlauch und im Herbst laufen die Eichkatzerl mit einem mit.
  • Bronski & GrünbergIm Feburar 2012 von vier Schauspielern gegründet, im ehemaligen International Theatre: Komödie auf höchstem Niveau. Burgtheater-Schaupieler Fabian Krüger hautnah! Ein Erlebnis - ein sehr feiner Theaterabend!
  • Bäckerei Öfferl + Joseph BrotIch liebe Brot mit rescher Kruste – Madame Crousto vom Öfferl – und Handsemmerln und Mürbe Kipferl – die besten hat der Joseph, die sind nicht so süß.
  • Café EspressoIn der Burggasse. Eine Café-Bar im 50er-Style. Julia & Michi haben dort eine wahre Oase geschaffen. Frühstück, mittags und abends immer sehr fein!
  • CinCin BuffetItalienischer kann eine Bar nicht sein. Super leckere Panini und Focacce.
  • DonaukanalIn den letzten Jahren sprießen dort die neuen Lokale sprichwörtlich wie die Schwammerln aus dem Boden - aber es gibt immer noch unkommerzielle Eckerln. Besonders fein ist´s im Frühling ... Sonntag Nachmittag den Donaukanal entlang in die Prater Hauptallee.
  • Fett und ZuckerBerlin Style! Ich bin keine Süße - aber die Cheesecake dort ist die beste in Town.
  • GrätzlhotelFind´ ich eine wirkliche tolle Idee - aus leerstehenden Geschäftslokalen werden Hotelzimmer. Man wohnt mitten im Grätzl und kriegt so viel mehr von einer Stadt mit. Im Karmeliterviertel gibt´s auch ein paar Zimmer.
  • Il tiempo nuevoLieblingsbuchladen. Alice und ihr Team beraten hilfreich bei der Auswahl - fast könnte man annehmen, sie hätten alle Bücher selbst gelesen. Gibt immer wieder auch sehr feine Abendveranstaltungen.
  • Kantinen Find´ ich total ungewöhnlich, dass dort jeder hin kann: Kantine im Justizpalast (da wird man beim Entrée gründlich durchleuchtet) und die Kantine im Ronacher (Besucherpaß). Beide Kantinen sitzen unterm Dach und haben einen „bella vista“. In die Burgtheater Kantine kann man auch jederzeit, die steht selber noch auf meiner to-visit-Liste.
  • Magdas HotelUnd dann noch auf einen Kaffee ins Magdas Hotel. Das ist eine feine Sache: das erste Social Business Hotel wird von 20 ehemaligen Flüchtlingen und 15 Hotelprofis betrieben - very international.
  • SchelatoDerzeit mein Lieblingseisladen. Kaffee und Mango sind ein Must.