Silvia Gonsior

Dipl.-Verwaltungswirtin, Projektmanagerin, Wirtschaftsförderin bei der Stadtverwaltung Speyer

Ein Speyerer Mädchen zu sein bedeutet für mich, in keiner anderen Stadt als meiner Geburtsstadt leben zu wollen. Klein genug, um viele Menschen zu kennen und nur kurze Wege zurücklegen zu müssen. Groß genug, um trotzdem für sich sein zu können. Vielfältig genug, um keine Wünsche offenzulassen.  Aufgeschlossen genug, um Heimat für viele Kulturen zu sein. Und mittendrin zwischen Wald, Reben, Spargel, Gemüse und Rhein. Ein kleiner aber feiner Vorposten des irdischen Paradieses.

Meine Empfehlungen

  • Eis am RheinSpeyer ist flach und liegt am Rhein. Fahrradfahrer sind auf ihren Touren unterwegs und Fußgänger lieben den Weg am Rheindamm. Zu einem Spaziergang oder einer Fahrradtour gehört eine Einkehr – gerne auch zum Eis essen. Eine geniale Idee, beides zusammen zu bringen. Mit Palmen und einem Seeräuberschiff für die kleinen Gäste ergibt das einen erquicklichen Aufenthaltsort für den Zwischenstopp am Rhein, wenn man mal gerade nicht an der zentralen Rheinpromenade pausieren möchte.
  • Grüngürtel Woogbachtal und Sanddüne im Speyerer WaldEin paar Schritte nur von einer vielbefahrenen Kreuzung entfernt, lädt ein gemütlicher Weg zu einem Spaziergang durch das renaturierte Woogbachtal ein. Der Bach fließt in Schleifen und über Windungen entlang an Kleingärten, Spielplätzen und Grünanlagen und lädt immer wieder zum Verweilen auf Bänken und auf Steinen in der Uferzone ein. Verlängert man die Tour ein wenig, kann man über den wunderbaren Dünenpfad im Speyerer und Dudenhofener Wald wieder zurück nach Speyer laufen.
  • Gudrun Grenz ModenUnd wenn Frau dann schon mal im Kornmarkt ist, drängt sich ein Besuch bei Gudrun Grenz förmlich auf: Designermode aus dem eigenen Atelier mit Fertigung vor Ort. Die Modellpalette und die Stoffauswahl lassen bei jeder Modebegeisterten die Augen leuchten. Eine umfassende und individuelle Beratung in einem großzügigen und schick gestalteten Ladengeschäft macht das Einkaufserlebnis zu einem Vergnügen. Da gönnt man sich als Frau gerne mal ein neues Teil. Oder zwei.
  • Kaffeetrinken im Kornmarkt mit Imbiss beim Speierling HofladenNatürlich kann man in Speyer entlang der Maximilianstraße Kaffee trinken und Kuchen und Eis essen, soviel das Herz begehrt. Aber auch den Abstecher zum Kornmarkt durch eine kleine Passage etwa in der Mitte sollte man unbedingt einplanen. Ausgesuchte Kaffeesorten und liebevolle Frühstücke genießt man in Springers Kaffeemanufaktur und später bietet sich der Speierling Hofladen für einen täglich wechselnden Mittagsimbiss an. Natürlich kann man dort auch Obst, Gemüse, Brot und weitere pfälzische Produkte aus biologischer Erzeugung oder aus handwerklicher Fertigung kaufen. Alles in allem eine kleine Genuss-Oase zum Verweilen.
  • Kulturelle Vielfalt mit Kleinkunst, Zimmertheater, Laien-Theatergruppen, vielfältigen musikalischen Angeboten, spannenden KulturprojektenAls langjähriges Mitglied der Laientheatergruppe „Prisma“, die es schon seit 50 Jahren gibt, muss ich natürlich unbedingt auf die enorme Menge kultureller Angebote in Speyer eingehen. Jeden Tag und jeden Abend gibt es mehrere Möglichkeiten, sich künstlerisch zerstreuen zu lassen. Mit Konzerten, Lesungen, musikalischen Picknicks, Theateraufführungen, Themenspaziergängen, Ausstellungen und vielen anderen Formaten ist der Veranstaltungskalender prall gefüllt. Ob im Dom oder Zimmertheater, in der Heiliggeistkirche oder Dreifaltigkeitskirche, im Historischen Ratssaal oder im Alten Stadtsaal, auf dem Altrhein, in der Kapelle des Adenauerparks oder im Domgarten unter freiem Himmel: Ich bin sicher, es bleiben keine Wünsche offen und es ist für Jede und Jeden etwas dabei.
  • Preuss MesserwarenEin wirklicher Lieblingsladen, den die Familie Preuss da betreibt. Der Messerschmiede-Meisterbetrieb ist ein Eldorado für alle, die hochwertiges Handwerkszeug in der Küche und im Haushalt zu schätzen wissen. Und wie wunderbar, dass das tolle ältere Messer, mit dem man schon immer am liebsten das Brot geschnitten hat, dort wieder einen perfekten Schliff erhält! Messer, Scheren, Bürsten, Feilen – man ahnt nicht, welche Auswahl das kleine Ladengeschäft mit der historischen Fassade bereithält. Mein Tipp: Unbedingt besuchen!
  • Rheinauen-SpaziergangWer - wie in dem alten Schlager – den Vater Rhein in seinem Bett sehen will, der sollte auf keinen Fall versäumen, eine Tour durch den Auwald einzuplanen. Es ist ein wunderbares Erlebnis, diese ursprüngliche Landschaft zu durchstreifen und sich dabei vor Augen zu führen, wie sich der Rhein vor vielen Jahrtausenden den Weg gebahnt hat. Flora und Fauna sind einzigartig. Gut, dass Schilder darauf hinweisen, was man alles zu sehen bekommen kann, wenn man denn genau hinschaut…
  • RoßmarktstraßeNur eine der interessanten Seitenstraßen der Maximilianstraße, aber sicher eine der originellsten. Die Händler haben ihrer Straße ein Gesicht gegeben und ein Roß als Namensgeber aufgehängt. Auch der SWR fand das einen Bericht wert! Und auch hier kann man wieder die Qualität und Vielfalt Speyers und seines Einzelhandels erleben: Blumen liebevoll arrangiert zwischen Antiquitäten, Hüten, Kappen und Mützen aus handwerklicher Fertigung, ein Tee Contor mit ausgesuchter Beratung und unzähligen Teesorten. Und Lampen und Schmuck und ein Musikalienladen in historischem Gebäude und eine originelle Weinwirtschaft und, und, und… Am besten hingehen und selbst schauen. Und kaufen natürlich!
  • Schwarz WeinkontorDie Alteingesessenen Speyer wissen es schon lange, die neu Zugezogenen bekommen es schnell mit: Den ausgesuchten Wein für den gemütlichen Abend zu zweit oder das gepflegte Essen mit Freunden lässt man sich am besten im Weinkontor Schwarz empfehlen. Die beiden Inhaber wissen ganz genau, welches Tröpfchen am besten zu einem Essen mundet. Soll es noch ein Digestif sein? Auch da lässt die Auswahl kaum Wünsche offen. Kein Wunder, dass man den Weg in die Mühlturmstraße dann immer wieder macht.