PEAC Museum - Paul Ege Art Collection

PEAC Museum - Paul Ege Art Collection

Neuer Name, gleiche Vision

Die Kunstsammlung des Freiburger Unternehmers Paul Ege wächst weiter in die Zukunft!

Ausgehend von einem grundsätzlichen Interesse an minimalistischen Tendenzen, gehört die Sammlung heute europaweit nicht nur zu den umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen im Bereich des sogenannten Radical Painting. Sie zeichnet sich gleichzeitig dadurch aus, dass sie danach fragt, wie die jüngere Künstlergeneration in ihren Bildern – egal ob gemalt, gezeichnet, fotografiert, gefilmt oder installiert – das Verhältnis von Materialität und Visualität weiter untersucht. Die konzentrierte Auseinandersetzung mit dem abstrakten Bild und seinem Wesen in der Kunst führt daher bewusst bis in die Gegenwart.

Noch zu Lebzeiten hat Paul Ege entschieden, dass diese Sammlung einen eigenen Namen bekommen soll. Als Paul Ege Art Collection wird sie nun unmittelbar an den erst kürzlich verstorbenen Sammler und Kunstmäzen erinnern. Das damit verbundene neue Corporate Design, von dem wir hier einen ersten Eindruck vermitteln möchten, haben wir in den letzten Monaten entwickelt. So wie die Sammlung in den letzten 15 Jahren stets Ausgangspunkt für Ausstellungsthemen war, wird künftig das gesamte Erscheinungsbild aus den vier Anfangsbuchstaben ihres Namens PEAC abgeleitet.

Unter diesen neuen Vorzeichen möchten wir Sie einladen, die Paul Ege Art Collection weiterhin auf unterschiedlichste Weisen zu erfahren. Ob bei einem Besuch der aktuellen Ausstellung in den bekannten Ausstellungsräumen auf dem Gelände des Unternehmens Alexander Bürkle in Freiburg – ab sofort als PEAC Museum bezeichnet – oder in naher Zukunft als digitale, interaktive Sammlung unter peac.digital.


Aktuelle Ausstellung

Im Garten der Farben

Werke aus der Paul Ege Art Collection
22.09.201919.04.2020

Ausgehend von dem Thema Farbe zeigt die aktuelle Ausstellung im PEAC Museum einen repräsentativen Ausschnitt aus der Sammlung des kürzlich verstorbenen Mäzens Paul Ege, dessen Interesse zeitlebens Bildern galt, die sich grundlegend mit dem Verhältnis von Materialität und Visualität auseinandersetzen.

Neben bekannten Positionen von der Farbmalerei bis zur Minimal Art werden dazu erstmals auch zahlreiche Neuerwerbungen der letzten Jahre zu sehen sein. Sie zeigen, wie die historische Redefinition des Verhältnisses von Material und Form sowie seiner Wahrnehmung durch den Betrachter weiterhin als Grundlage für eine zukunftsweisende Auffassung des gegenstandslosen Bildes dient und damit auch, wie die Paul Ege Art Collection perspektivisch weitergeführt wird.


Kommende Ausstellung

„24.10.1955“ – Thomas Kitzinger

17.05.2020 - 20.09.2020

Erstmals zeigt der Freiburger Maler Thomas Kitzinger in einer Ausstellung ausschließlich Arbeiten aus einer einzelnen Werkserie: Seit 2008 entstehen Gemälde, die enge Freunde, Künstlerkollegen oder persönliche Bekannte zeigen. Auf jeder der Bildtafeln ist dabei nichts als ein Gesicht zu sehen, das formal immer gleich, frontal und ausdruckslos gezeigt wird. In Ergänzung zu dem strengen Bildaufbau führt die für Kitzinger so charakteristische, auf den ersten Blick realistische Malweise paradoxer Weise zu einer Entindividualisierung und Uniformierung der dargestellten Personen. Diese emotionslosen, wie eingefroren wirkende Frontalbildnisse stoßen, ausgehend von so erfahrenen individuellen Lebenszeiten, eine Reflektion über Zeit an, diesem so universalen wie rätselhaften Phänomen. Gleichzeitig eröffnet die so eindeutig, gegenständlich wirkende Malerei aber auch eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Medium an sich, seiner Erscheinung und Wahrnehmung.

Die Ausstellung „24.10.1955“ – Thomas Kitzinger ist Teil des Freiburger Stadtjubiläums 2020.




       







Bildnachweise (von links nach rechts):

Bild 1: PEAC Museum Aussenansicht
Bild 2: PEAC Museum Innenansicht
Bild 3: Agnes Martin, Untitled, 1998 (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)
Bild 4: Austellungsansicht Im Garten der Farben mit Werken von Rudolph de Crignis
Bild 5: Carl Andre, Still a Novel (page 19 and 21) (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)
Bild 6: Elger Esser, See Genezareth II, 2015 (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)
Bild 7: Führung durch die Ausstellung im PEAC Museum
Bild 8: Judith Kakon, Learn to Lay Brick V, 2017
Bild 9: Stephan Baumkötter, Ohne Titel, 2012 (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Bild 10-14: Austellungsansicht Im Garten der Farben
Bild 15-17: Thomas Kitzinger, aus der Serie „24.10.1955“, je 70 x 50 cm; Öl auf Aluminium
                 (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)
Bild 18: Atelier Thomas Kitzinger, (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)
Bild 19: Thomas Kitzinger, 07.08.1962, 70 x 50 cm; Öl auf Aluminium
            (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)
Bild 20: Thomas Kitzinger, 24.09.1943, 70 x 50 cm; Öl auf Aluminium
            (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)
Bild 21: Thomas Kitzinger, 29.09.1964, 70 x 50 cm; Öl auf Aluminium
            (© liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2020)
Bild 22: Paul Ege


Fotos: Bernhard Strauss, www.bernhardstrauss.com