Manuela Mock

Inhaberin der Crossdressing-Boutique Transnormal

Ich bin Manuela Mock, seit 1977 in Frankfurt. Auf einem Jürgen Drews-Konzert in der Kaiserstraße sackte ich damals ohnmächtig zusammen und wurde zur Erholung in die roten Polster in ein Travestie-Cabaret direkt um die Ecke gebracht. Dieses Cabaret „Zum Elch“ hat mich derart fasziniert, dass ich als einzige Frau unter den als Frauen gekleideten männlichen Künstlern aus aller Welt zu arbeiten begann. Als Kinderbarfrau mit Abendkleid, bodenlangem Pelz, Haarteil und falschen Wimpern. Heute nicht mehr ungewöhnlich, schon erstrebenswert für eine 13-Jährige.

An meiner Bar saßen Kürschner, Weltstars und Luden mit ihren Damen vereint bei Wodka–Orange und Roederer Crystal. Ich begann mir ein Liederprogramm zusammenzubasteln und stieg mutig mit auf die Bühne. Meine Idole waren Romy Haag und Eartha Kitt. Groß die Freude, als Romy zum ersten Mal unser Cabaret besuchte. Mit Eartha Kitt sollte mich später eine 27 Jahre währende innige Freundschaft bis zu ihrem Tode verbinden. Alles Fügungen, und die Menschen, die mir damals begegneten, sind auch heute mir noch nah. Selbst wenn viele mittlerweile schon verstorben sind, zeigen sie sich ab und an und weisen mir den Weg. Auch Udo Lindenberg zählte zu unseren Stammgästen, die ganze Panikfamilie hielt er frei an meinem Tresen. Ich trank natürlich tapfer mit.

Seit 20 Jahren betreibe ich nun schon die beliebte Damen-Boutique für den Herrn, Transnormal, am Baseler Platz, die nun zu einem Museum und einer Eventlocation erweitert wurde.

Frankfurt ist ein schöner Ort, ich gehe nicht mehr von hier fort.

Meine Empfehlungen

  • Alim SupermarktMünchener Straße. Dort findet man alles für den Kochtopf und jeden Geschmack. Bei Alim wird gebacken, gehackt und in den Gängen treiben sich alle Kulturen um. Neuerdings gibt es dort auch Kunstinstallationen. Ein gut sortierter Supermarkt mit hauseigener Katze, die nach Feierabend auch schon mal die Mäuse im Hof fängt. Die restlichen Mäuse fangen die Mitarbeiter an Alims Kasse.
  • Bitter und ZartDazu muss man nicht viel sagen. Nur allein mein Lieblingsstück: Spinatkuchen. Da wird man ohnmächtig vor Glück und Wonne. Das Publikum ist gut gemischt und so ist auch die Auswahl der Torten.
  • Café NoahDirekt hinter der Alten Oper versteckt, liegt das Reich von Rapper, Papa und Gastgeber Hassan Annouri. Ob After-Work oder Oldie-Night, hier sind coole Gäste, gut gemixte Drinks, edle Weine. Wenn man Glück hat, trifft man auch ein paar Gangster.
  • Café WechselstubeAm Römerberg. Inhabergeführte klitzekleine Oase mit hausgemachtem Kuchen und gemütlicher Atmosphäre. Dort sitzt man im Kreise spannender Gäste, die sich gerne unterhalten. Die Inhaber Natascha und Peter Biberfield wurden mir zu guten Freunden.
  • Green SoulHasengasse 9. Meine Neuentdeckung. Chef Freddy und seine Frau Viola führen Sie dort in die Welt von Hanf, Cannabis und Körperpflege ein. Als erstes holte ich dort einmal Leberwurst in der Tube mit CBD für den Yorkshire Terrier meiner Freundin. Man kann die unterschiedlichsten Produkte entdecken und wird zu allem persönlich beraten.
  • Inside herStiftstraße. Chefin Sandra Marolo ist die Fachfrau, wenn es darum geht, sich sexy zu fühlen. Ein tolles Sortiment an Toys und Dessous, Federfächer, Glitzersteine am Slip. Wer trotz allem Hemmungen hat, der wird in ein lustiges Gespräch verwickelt und geht auf jeden Fall schlauer wieder raus. Ferngesteuerte Vibratoren zum Einsetzen am Platz der Wahl, das war auf jeden Fall der Brüller bei meinem letzten Besuch.
  • Luckys's BarAlte Gasse, Passage Westin Grand Hotel. Eine Bar mit Chef Martin Tannert, das ist Programm. Es gibt Karaoke, Flirtpartys und ein illustres Publikum. Stadtbekannte Drag Queens trinken dort auch in Zivil schon mal ihr Bierchen. Dort steht der Pfarrer neben dem Juwelendieb, die Politikerin neben dem Tänzer aus Brasilien. Ein liebenswerter Treff für alle, die Lachen, Trinken und Flirten mögen.
  • Merry by NatureBrönnerstraße. Ursula Haas, seit vielen Jahren Expertin und Leiterin der gleichnamigen Kosmetikschule, hat nun eine Nachhaltigkeitsschule eröffnet. Das liegt nicht nur im Trend, sondern es ist ihre Lebensphilosophie, im Einklang mit der Natur zu leben. Ihre Kurse sind sehr spannend und man nimmt daraus Wertvolles mit. Von Gut kommt Gut.
  • Pink BarAlte Gasse. Szenetreff für Nachtschwärmer, Trans, Mann, Frau, Divers, egal. Chef Max hat alle im Griff. Auch als Frau kann man dort trinken und rauchen ohne blöd angemacht zu werden.
  • TransnormalAm Baseler Platz. Transnormal ist Dein Ort für transnormale Verwandlung für Seele und Geist. Nimm Dir Zeit und entschleunige mit meiner Hilfe Dein männliches Leben. Pflege Deine weibliche Seite. Hier gibt es keinen Stress ... nur Strass.