Weltkulturen Museum

Weltkulturen Museum

„Let Them Speak! Kommentare aus British Columbia, Kanada.“
7. Oktober 2020 bis 21. Oktober 2020

Ausstellung und Film
Eröffnung: 6. Oktober 2020, 19 Uhr

Tom Hunt, Kwakwaka’wakw (Plastik)
Meghann O’Brien, Haida/Kwakwaka’wakw (Weberei)
Christie Lee Charles, Musqueam (Rap-Musik)
Diana Hellson, Blackfoot (Filmemacherin)

Das Weltkulturen Museum lädt zur Präsentation eines Films von Diana Hellson (Siksika Nation) ein, der in der gleichnamigen Kabinettausstellung mit historischen Objekten aus der Museumssammlung zu sehen sein wird. Der Film entstand in Kooperation mit dem Weltkulturen Museum und zeigt Künstlerporträts von drei First-Nation-Künstler*innen aus British Columbia: Tom Hunt, Meghann O’Brien and Christie Lee Charles.

Das Projekt ist Teil des Kulturprogramms von Kanadas Gastlandauftritt bei der Frankfurter Buchmesse 2020. Die Filmproduktion und die Ausstellung werden unterstützt durch das Canada Council for the Arts und die Regierung von Kanada.

3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei 


„Weltenbewegend – Migration macht Geschichten“
24. Oktober 2019 bis 31. Januar 2021

Auf der ganzen Welt sind und waren Menschen in Bewegung. Mit ihnen wandern auch Lebensstile, Sprachen, Musik, Kunst und Handwerk. Vieles, was für eine Kultur als „authentisch“ gilt, erweist sich auf den zweiten Blick als „Import“. Ausgehend von den eigenen Sammlungen greift das Weltkulturen Museum assoziativ Fragen auf, die zeigen, wie die verschiedenen Kulturen der Welt schon seit jeher im Austausch stehen: Ob historische Siedlungsbewegungen, Arbeitsmigration oder Globalisierung – Menschen und damit auch ihre unterschiedlichen Kulturen stehen in stetigem Austausch. Ist Migration wirklich nur Ursache von Problemen oder vielmehr wichtiger Motor für neue Wege des Zusammenlebens in einer sich ständig verändernden Welt?

Künstler*innen und Beteiligte: Adams Bodomo, Behrouz Boochani und Arash Kamali Sarvestani, Künstlerkollektiv Teru, Shahram Entekhabi, Edzard Herlyn und Thomas Hoeren, Junges Schauspiel Frankfurt, Karinding Keos, Phyllis Kiehl, Ella Knorz, Mansuela, Gora Mbengue, Yasemin Niephaus, José Oliveira, Rajery und 3MA, Safransirup, Nazanin Sahamizadeh, Wiparat Sukatorn, Felix Schwarz, Takayuki Tamura, Teilnehmende am Workshop „stories that matter“, Daniel Traub mit Wu Yong Fu und Zeng Xian Fang, theaterperipherie, Cliff Whiting

7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei



Über das Weltkulturen Museum

Vielfalt der Kulturen
Durch seine zentrale Lage innerhalb Europas entwickelte sich die Stadt Frankfurt schon früh zu einer Drehachse des internationalen Handels und wurde damit gleichzeitig zu einer Metropole, die kulturell kaum vielfältiger sein könnte. Das Weltkulturen Museum trägt dieser Tatsache mit seiner Sammlung Rechnung und wird spätestens mit seinem Erweiterungsbau zu einem zentralem Ort für interkulturellen Austausch und Verständnis werden.

Faszination Sammlung
Das Weltkulturen Museum in Frankfurt verfügt über eine einzigartigartige Sammlung von über 67.000 Objekten aus allen Kontinenten, ein Bildarchiv mit 100.000 ethnografischen Fotografien und Filmen und eine Bibliothek mit 50.000 internationalen Büchern und Zeitschriften. Die historischen Sammlungsgegenstände erzählen jedoch nicht nur spannende Geschichten aus der Vergangenheit, sondern sind darüber hinaus eine wertvolle Quelle für heutige Wissensproduktion. Mit ihrer Ästhetik und Funktionalität können sie nicht zu letzt inspirierende Denkanstöße für zukünftige Produktdesigns liefern.

Bildung als zentrales Anliegen
Experimentieren und Bildungsarbeit sind im Weltkulturen Museum aufs Engste miteinander verbunden. Das facettenreiche Bildungsangebot und verschiedene öffentliche Veranstaltungsreihen richten sich an Menschen aller Altersklassen und fördern interkulturelle Denkansätze auf aktuelle Weise. Auch ganz junge Besucher können mit dem Weltkulturen Forscherclub auf Entdeckungsreise gehen und die Sammlungen des Museums aber auch die kulturelle Vielfalt ihrer Stadt erkunden.

Ethnologische Erkenntnis und avancierte künstlerische Praxis
Das Alleinstellungsmerkmal des Weltkulturen Museums ist die fruchtbare Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und avancierter künstlerischer Praxis. Die Kustoden des Museums arbeiten eng mit eingeladenen Gastkünstlern zusammen und tauschen inhaltliche und konzeptionelle Ideen aus. Mit ethnologischem Fachwissen und einem hohen Maß an visueller Sensibilität entstehen so zukunftsweisende Neubewertungen der historischen Artefakte. Das Sammeln von außereuropäischer Gegenwartskunst ist bereits seit den 1980er Jahren ein zentrales Anliegen des Weltkulturen Museums, das heute über eine beachtliche Anzahl internationaler Kunstwerke verfügt.

Internationale Sichtbarkeit
Im Labor des Weltkulturen Museums erforschen international renommierte Künstler, Schriftsteller, Filmemacher und Wissenschaftler ausgewählte Objekte aus der Sammlung und knüpfen mit ihrer Arbeit institutionelle Verbindungen weltweit. Durch seine interdisziplinäre Ausrichtung und zahlreiche Kooperationen mit Museen, Universitäten, Kunsthochschulen und anderen kulturellen Einrichtungen erweitert das Weltkulturen Museum nicht nur seine potenzielle Zuschauerschaft innerhalb Frankfurts, sondern steigert seine Attraktivität auch für ein internationales Publikum, Messebesucher und Touristen.

Standort Museumsufer
Eingebettet in das Frankfurter Museumsufer, liegt das Weltkulturen Museum in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum für Angewandte Kunst, dem Deutschen Architekturmuseum und dem Deutschen Filmmuseum. Der interdisziplinäre Ansatz des Weltkulturen Museums findet so auch über das eigene Programm hinaus eine gelungene Fortsetzung. Die institutionelle Nachbarschaft erlaubt dem Besucher eine noch intensivere Auseinandersetzung mit den im Weltkulturen Museum behandelten Themen und Fragestellungen und fördert die Idee des Museumsbesuchs als individuelle Forschungsexpedition.


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