Andreas Pfeifer

Die Heldenhelfer

Grenzen gibt es doch schon mehr als genug. Zeit also, einige abzubauen. Beispielsweise die zwischen den beiden Städten Mainz und Wiesbaden. Wohlan, ein Wahl-Wiesbadener schreibt eine Fürsprache für Mainz …

Was macht die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz so gut? Es ist die bestechende Verbindung von vermeintlich Unvereinbarem: Satte Bodenständigkeit mit intellektuellem Überfliegertum. Uralte Historie mit Aufbruch in neue Zeiten. Gutenbergs Buchdruck und QR-Codes am Gutenberg-Museum. Festverwurzelte Tradition und überraschende Weltoffenheit. Alte Meenzer und reichlich Studentenvolk in der Stadt. Erfindung der Fleischwurst und sternengekrönte Köche, die sie kulinarisch neu interpretieren. Und nicht zuletzt der gemeinsame Anschluss von Mainz und Wiesbaden an die Republic of Culture. Nein, das ist keine neue Eingrenzung, sondern eine gute Öffnung, eine Geisteshaltung, ein gutes Territorium.

Meine wissenschaftlichen Grundlagen habe ich in Mainz. Als Student der Publizistik habe ich die Stadt als liebenswert kennengelernt, als aufgeschlossen und selbstbewusst. Als Stadt der Kultur, des ausgelassenen Feierns, der Medienanstalten und des selbstverständlichen Genießens. Die Altstadt ist voller Leben, mit originellen Geschäften, mit Handwerks- und Kleinkunst, mit Cafés und Restaurants auf Straßen und Plätzen. Am Rheinufer öffnet sich die Stadt – und die Stadt öffnet das Rheinufer für Bürger und Besucher. Es steht jedem frei, die augenzwinkernde Hassliebe von Mainz und Wiesbaden zu schüren. Oder aber die Brücken zwischen Wiesbaden und Mainz zu nutzen, um Neues auf der anderen Rheinseite zu entdecken und erfolgreich der LUST AUF GUT zu frönen. Fündig wird man in Mainz allemal ...

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