Ingeborg Trampe

PR-Beraterin und Erotik-Autorin

Mit 17 habe ich mich auf einer Klassenfahrt in Hamburg schockverliebt. Trotz strömenden Regens. Nach dem Abitur ging ich zum Studium nach Hamburg. Ich lief durch die Straßen und hatte absolut euphorische Gefühle. Diese Begeisterung hält bis heute an. Ich habe in Frankfurt gelebt, in Dublin, London, Düsseldorf und Berlin. Aber keine Stadt hat sich so nachhaltig in mein Herz genistet wie Hamburg. Weshalb ich auch dreimal zurückgezogen bin. Das letzte Mal Ende 2012. Und zwar um endgültig zu bleiben. Die Stadt ist gleichzeitig sehr (nord-)deutsch, aber auch international und weltoffen. Es gibt neben dem vielen Schönen auch Raues, Frivoles, Unfertiges, wenn man denn Lust hat, hinter die manchmal makellos erscheinenden Fassaden zu schauen. Hamburg muss sich nicht hinter den großen Metropolen verstecken. Und dabei haben sich die Bewohner der Stadt etwas Nahbares und Menschliches bewahrt, das ich in anderen Städten oft vermisst habe. Hamburg ist einfach meine Heimat.

Meine Empfehlungen

  • Bar Dacaio + Bar Berglund Zwei wunderbare Ausgehorte sind die Bar Dacaio im George Hotel und das Berglund in Winterhude. Die Hotel-Bar wurde schon mehrfach ausgezeichnet, die Drinks sind hervorragend, der Service erstklassig. Dennoch kann man lässig auf den Sofas rumhängen und Pärchen beim Knutschen beobachten (zumindest am Wochenende). Die Berglund-Bar ist ein toller Newcomer mitten in Winterhude, lässig, cosmopolitisch und mit einer großen Auswahl an guten Drinks, vielen Neuinterpretationen von Klassikern. Der einzige Wermutstropfen: Meinen Lieblingsdrink Espresso Martini machen sie leider nicht.
  • BlendwerkMitten in St. Georg gibt es den wundervollsten Laden für hübsche Geschenke, Schreibwaren und Papeterie. Man kann nicht rausgehen, ohne etwas zu shoppen. Und ich habe bislang immer begeisterte Reaktionen von Beschenkten erhalten. Was in unserer Zeit, wo jeder schon fast alles hat, an sich schon bemerkenswert ist.
  • Café + Konditorei Die PâtisserieEigentlich bin ich eher der herzhafte Typ. Aber angesichts der Tartes und Macrons in der Patisserie in Ottensen bin ich schlicht verloren. Viele Bewohner des Viertels kaufen hier französisches Brot und süße Leckereien. Es gibt innen drei kleine Tische, wo man Kaffee trinken kann und sich dazu durch die Auslage schlemmt. Der Hosenbund quakt nach dem Besuch allerdings immer: Mon Dieu!
  • Café Mad about juice Ich liebe Smoothies und gesunde Säfte. Aber ich bin eindeutig zu faul, sie selbst zu machen. Also hole ich mir meine Ration bei den coolen Jungs von Mad about juice. Eine Dependance ist in Winterhude, eine zweite in der Nähe vom Stephansplatz. Neben den Säften gibt es Bowls und leckere Sandwiches. Und meinen ultimativen Start in den Tag – Major Pain. Dahinter verbirgt sich eine ausgepresste Ingwerknolle, die man pur zu sich nimmt und mit einem Stück Apfel abschließt. Ich war den ganzen Winter nicht einmal krank ...
  • Café NäschereiBlechkuchen vom Feinsten gibt es in diesem gemütlichen Café auf der Uhlenhorst. Im Sommer kann man auch auf dem Trottoir die süßen Verführungen genießen und dabei prima Leute gucken.
  • Café Par IciAn einer der schönsten Straßen Hamburgs – am Leinpfad – liegt das französische Café Par Ici. Ein kleiner verwunschener Ort, wo man herrlich ganze Nachmittage verplaudern kann und dabei Quiche oder mindestens eine Tarte verspeisen muss. Null touristisch und deshalb besonders von mir geliebt.
  • Café ParisWegen der Küche geht man eher nicht ins Café Paris, aber für das Ambiente und das Gefühl, man könnte auch in Frankreich sein. Ich esse am liebsten in der Bel Etage, das ist das ruhige Schmuckkästchen des Café Paris im zweiten Stock. Der Salat Nicoise ist ordentlich, das Tartar kann durchaus was und richtig gut sind die Fritten. Nach dem Dessert – die Macarons sind zu empfehlen – fällt man am besten direkt gegenüber in Hamburgs beste Bar „Le Lion“ ein. Das Interior erinnert an einen Gentleman-Club, aber gerade uns Frauen entzücken die guten Manieren der Kellner, die kleinen Sandwiches, die zum Alkohol gereicht werden und die kreativen Drinks, die auch individuelle Wünsche berücksichtigen.
  • Café Stockholm Espresso Club Hamburg neigt stark zu skandinavischen Trends. Was nicht schlecht sein muss. Im Gegenteil: Das lässige Cafe in einer Seitenstraße vom Mühlenkamp macht 1a Kaffee und bietet auch leckere Bagels und selbst gemachten Kuchen. Und wird von einem echten Schweden betrieben. Geheimtipp.
  • Fischbrötchenbude Brücke 10 Ich liebe Fischbrötchen mit Krabben. Und wenn ich sie nicht auf Sylt mit Blick aufs Meer essen kann, dann besuche ich die tolle Bude an Brücke 10, die sogar manche Hamburger nicht kennen. Mit Blick auf den Hafen bekommt man hier wirklich üppige Portionen, immer frisch zubereitet. Das ungewöhnliche Innendesign hat Frank Bürmann gestaltet.
  • Fitnesstudio + Hotel Aspria Uhlenhorst Freunden, die Hamburg besuchen, empfehle ich oft das Aspria in Uhlenhorst. Vordergründig ein sehr guter Fitness-Club mit tollem großen Spa, aber eben auch mit einem kleinen, feinen Hotel. Man wohnt nur fünf Minuten von der Außenalster inmitten eines grünen Gartens, kann zu Fuß in die Stadt oder nach Winterhude laufen. Mittendrin und d
  • Goldbekmarkt Die meisten kennen den berühmten Isemarkt. Ebenso gut sortiert, nicht ganz so teuer und kuscheliger ist der Markt am Goldbekufer in Winterhude. Hier kaufe ich am liebsten Fisch, frische Kräuter und Pasta. Eine Atmosphäre wie auf italienischen Märkten, manchmal auch mit entsprechend gut aussehenden Männern.
  • Harm JoppMan nennt sie auch die Jersey-Könige von Hamburg. Die beiden Designer kreieren seit über 20 Jahren schnörkellose moderne Mode aus Jersey. Oft in auffälligen Prints und Farben. Vor allem ihre Wickelkleider haben es mir angetan. Bezahlbare Mode in guter Qualität mit individuellem Touch – einfach perfekt auch fürs Business. Und das Beste: Kein Stück muss nach der Wäsche gebügelt werden. So bleibt mehr Zeit, sich den wichtigen Dingen des Lebens zu widmen. Es lohnt sich immer wieder, in ihrem süßen Laden in Eppendorf zu stöbern. Pssst: Unter ihren Fans sind auch einige bekannte TV-Gesichter und Politikerinnen.
  • Partyservice + Italienische Delikatessen Mangia e BeviEin anderer Klassiker in Hamburg. Unprätentiös, mit wildem Design, das ich aber mag, und einer bunten Mischung von Leuten aus dem Winterhuder Hood sowie den umliegenden Büros. Es ist laut, lustig und ziemlich gut. Am liebsten gehe ich Freitag mittags dorthin und bleibe – wenn ich kann – den ganzen Nachmittag. Denn freitags gibt es viel zu gucken: So kommen neben Geschäftsleuten auch Familien, die dort schon ihr Wochenende einläuten. Und eine feste Schar älterer Gentlemen trifft sich regelmäßig zu einer Art Stammtisch. Erkennbar auch daran, dass sie ihre schicksten gelben und roten Breitcordhosen dafür angezogen haben und sich ganz entspannt durch die Weinkarte trinken. Man bestellt ganz unkompliziert am Tresen, die Auswahl ist groß, das Tiramisu ein Instant-Glücksbringer. Hingehen, staunen, genießen, beobachten. Besser als Kino.
  • Restaurant AlsterperleBöse Zungen behaupten: Auf das schlechte Hamburger Wetter sei immer Verlass. Verlass ist aber auch auf die Alsterperle, die bei jedem Wind und Wetter geöffnet ist. Im Sommer pilgern Scharen von Menschen zum Gucken des Sonnenuntergangs dorthin. Wer nicht an der Elbe hockt, ist eben hier. Das Essen ist eher einfach, aber bei schönem Wetter wird gegrillt. Den Rest trinkt man sich bei einer atemberaubenden Aussicht auf die Stadtkulisse einfach schön.
  • Restaurant Anna SgroiMein Geheimtipp, wenn man gut essen gehen möchte und die üblichen Vorzeige-Restaurants meiden will. Ihr Essen hat mich wirklich mal zum Weinen gebracht, weil es so gut ist. Darüber hinaus ist das Restaurant in Pöseldorf ein Ort für Gespräche statt lärmiger Selbstdarstellung. I like!
  • Restaurant Die BrückeWenn die Welt draußen gefühlt böse ist, gehe ich in mein „Wohnzimmer“: Die Brücke in Eppendorf. Klein, persönlich geführt, mit ehrlicher Küche in guter Qualität. Bei ausgesuchten Weinen und leckerer moderner Küche schaut man auf die Kastanienbäume und die schönen Häuser der Isestraße und kommt ganz schnell bei sich selbst an. Dass das Restaurant etwas abgerockt ist, trägt für mich zu seinem liebevollen Charme bei. Genauso wie Franz und Mirko, die extrem lässige Vertreter im Service sind. Einfach wunderbar!
  • The Art of HamburgFrank Bürmann (der uns schon bei der Brücke 10 Fischbrötchenbude begegnet ist) ist übrigens einer der Köpfe hinter dieser tollen Marke, die modern interpretierte Klamotten und Accessoires im maritimen Stil anbieten. Auch als Mitbringsel immer sehr beliebt. Es gibt zwei Läden (plus Online-Shop): einen im Portugiesenviertel am Hafen und einen in St. Georg, nicht weit vom Hauptbahnhof.